Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Anmeldung möglich Shoah: ein Filmtag anlässlich des Gedenkens an Ausschwitz (F 101.01)

( ab So., 28.1., 10.00 Uhr )

Wir laden Sie anlässlich des Gedenkens an Ausschwitz zu einem Film ein, der zutiefst berührend ist. Regisseur Claude Lanzmann verbrachte elf Jahre damit, Menschen ausfindig zu machen, sie zum Reden zu bringen, ihnen Fragen zu stellen, mit denen sie nicht konfrontiert werden wollten. Er sprach mit Arbeitern in Polen, Überlebenden in Israel und ehemaligen Offizieren in Deutschland. Eine Fotoausstellung der Frankfurterin Karin Zilske über Ausschwitz bittet um Verharren und Hinsehen. Für Essen ist gesorgt.


10:00 Uhr Eröffnung, Filmbeginn
12:30 - 13:15 Uhr Mittagspause, koscheres Buffet
13:15 - 15:30 Uhr Film 15:30 - 16:15 Uhr Ausstellungseröffnung,
Kaffeepause 16:15 - 18:30 Uhr
Film 18:30 - 19:15 Uhr
Abendessen 19:15 - 21:30 Uhr Film
Abspann

Die Veranstaltung wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung.

Keine Anmeldung möglich Plakatausstellung "Voll der Osten. Leben in der DDR " (F 101.02)

( ab Do., 1.3., 10.00 Uhr )

Eine Fotoausstellung von Harald Hauswald mit Texten von Stefan Wolle. Herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und OSTKREUZ Agentur der Fotografen.

In den achtziger Jahren zog Harald Hauswald durch Ost-Berlin und fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Er knipste, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten.

OSTKREUZ Agentur der Fotografen und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED laden mit der Ausstellung zu einer Bilderreise in die Zeit der Teilung ein. Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern. Die Ausstellung präsentiert auf 20 Tafeln über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Harald Hauswald. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist. Die Ausstellungstafeln verlinken mit QR-Codes zu kurzen Videointerviews im Internet, in denen der Fotograf darüber berichtet, wie und in welchem Kontext das jeweils zentrale Foto der Tafel entstanden ist.

freie Plätze Der Fall X - wie die DDR Westberlin erobern wollte (F 101.03)

( ab So., 25.2., 16.00 Uhr )

Eine Dokumentation von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister. Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2010

Eine filmische Rundfahrt durch Westberlin in den 80er Jahren, scheinbar touristisch, in Wirklichkeit das Abbild strategischer Punkte im Falle einer Besetzung. Der Film war einer der Bausteine für den Fall X - die militärische Eroberung Westberlins. Im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung plante der Warschauer Pakt ein Blitzkrieg gegen Westeuropa, bei dem die Truppen bereits nach sieben Tagen am Rhein stehen sollten. In diesem Fall hätten NVA und MfS in drei Tagen Westberlin unter Kontrolle zu bringen gehabt. Jährlich fanden dazu Planspiele statt. Der Film erinnert an dieses skurrile Szenario des Kalten Krieges.
Nach der Aufführung kann das Museum besichtigt werden.

Keine Anmeldung möglich Erich Loest - durch das Leben geht ein Riss (F 101.04)

( ab So., 25.3., 16.00 Uhr )

von Rene Römer, hrsg. von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2014
Ausführlich erzählt der Schriftsteller sein bewegtes Leben: Hitlerjunge und Fähnleinführer, MG-Schütze und Werwolf, SED-Kader und verurteilter "Konterrevolutionär", politischer Häftling, in den Westen vertriebener Schriftsteller und Wiederheimkehrer. Es ist ein sehr persönlicher Film, ein Porträt der jüngeren deutschen Geschichte und zugleich das Bild eines Unbeugsamen, eines aufrecht Gehenden, der sich stetes selbst in Frage stellt.

Nach der Aufführung kann das Museum besichtigt werden.

freie Plätze Schicksal Fünfeichen: das sowjetische Speziallager Nr. 9 (F 101.05)

( ab So., 22.4., 16.00 Uhr )

Eine Dokumentation von Rainer Burmeister. Produziert im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2005

"Schweigelager" wurden die elf sowjetischen Speziallager in der sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, genannt. Zwischen 1945 und 1950 wurden dort mehr als 120.000 Menschen festgehalten, darunter zunächst ehemalige NSDAP-Mitglieder, Jugendliche unter "Werwolf"-Verdacht, später dann politische und ideologische Gegner des stalinistischen Systems. Im Speziallager Nr. 9 des NKWD "Fünfeichen" bei Neubrandenburg starb jeder Dritte der 15.000 Gefangenen. Wer aus "Fünfeichen" nach Jahren entlassen wurde, erfuhr nicht einmal, weshalb man ihn verhaftet hatte. Unter Androhung hoher Strafen wurde ein lebenslanges Schweigegelübde auferlegt. Das Schweigen endete erst 1989...
Seither wurden vielfältige Anstrengungen unternommen, um die fast der Vergessenheit anheim gefallene Geschichte der sowjetischen Speziallager aufzuarbeiten. "Schicksal Fünfeichen" von Rainer Burmeister leistet dazu einen eindrücklichen Beitrag.
Der Dokumentarfilm ist eine Koproduktion der Heimatfilm GbR und des mdr-Fernsehens, gefördert von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Stasi-Unterlagen und der Arbeitsgemeinschaft Fünfeichen.

Nach der Aufführung kann das Museum besichtigt werden.

freie Plätze Ahnenforschung für Anfänger (F 101.06)

( ab Mo., 12.2., 18.00 Uhr )

ab 10 TN 31,80 €, ermäßigbar

Im Kurs können Sie grundlegende Begriffe und Arbeitsweisen der Ahnenforschung kennen lernen. Der Kurs umfasst die Vorstellung der genealogischen Quellen, bei denen sowohl die Handhabung der "klassischen" Archivquellen wie Kirchenbücher als auch die Erforschung der eigenen Vorfahren vorgestellt und erläutert werden.

freie Plätze Ahnenforschung: Austauschtreffen (F 101.06A)

( ab Mo., 26.2., 18.00 Uhr )

Heute findet ein Treffen für die bereits Forschenden oder ehemaligen TeilnehmerInnen des Kurses statt, um Fragen zu beantworten oder sich auszutauschen.

Kurs abgeschlossen Besuch der Gedenkstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft" (F 109.01)

( ab Mi., 10.1., 9.00 Uhr )

Die Gedenk- und Dokumentationsstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft" informiert am authentischen Ort über die Geschichte politischer Verfolgung während des Nationalsozialismus unter der sowjetischen Besatzungsmacht und in der DDR-Zeit.
Anhand ausgewählter Biographien wird auf Menschen aus der Stadt und der Region aufmerksam gemacht, die wegen ihrer politischen Überzeugung, ihres Glaubens, ihrer Rasse, ihres widerständigen Verhaltens oder nur auf Verdacht hin verfolgt wurden, in die Lager kamen, in die Mühlen der politischen Strafjustiz gerieten, unter unmenschlichen Bedingungen ihr Leben verloren oder sogar gezielt ermordet wurden.

Im alten Frankfurter Stadtgefängnis befindet sich heute eine Gedenkstätte. Hier erinnern wir an Menschen, die in schlimmen Zeiten eingesperrt und ermordet wurden. Es waren Menschen aus unserer Stadt und unserer Region. Einige hatten gar nichts verbrochen. Sie hatten nur eine eigene Meinung oder waren mit der Regierung nicht einverstanden. Manche waren ganz unschuldig und kamen trotzdem ins Gefängnis oder in schreckliche Gefangenenlager. Wir vergessen diese Menschen nicht. Wir wollen diese schlimmen Zeiten kennen lernen und es heute besser machen.
Sie sind eingeladen, Geschichten zu erzählen sowie Ihr Wissen und Erfahrungen über Frankfurt, Slubice und die Region mit uns zu teilen. Nach Themen ausgewählt finden Treffen für Interessierte statt, die etwas aus ihrem Leben berichten wollen, Fotos zeigen und sich über Erinnerungen austauschen möchten. Gern können Sie Erinnerungsmaterialien wie Fotos, Postkarten und ähnliches mitbringen. Auch die, die nur zuhören wollen, sind herzlich willkommen.

freie Plätze Spaziergang mit dem ehemaligen Stadtsanierer: Altberesinchen (F 109.22)

( ab Fr., 13.4., 15.00 Uhr )

Der ehemalige Sanierungsbeauftragte der Stadt Frankfurt (Oder) führt durch die Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgebiete: heute durch Altberesinchen.
Die dort durchgeführten Baumaßnahmen wurden mit Millionen privaten und öffentlichen Mitteln finanziert. Sie bilden heute einen Kranz um das Stadtzentrum - als Stadtgebiete, die nach der Wende zum neuen Leben erwachten. Wie wurde dort verfahren? Was ist dort gut und was schief gelaufen? Können wir auf die Ergebnisse insgesamt stolz sein? Auf jeden Fall wurde dort ein großes Stück der Stadtgeschichte und damit ein großes Stück der Stadtidentität wiedergewonnen, auch darüber wollen wir gemeinsam sprechen und diskutieren.
2. Altberesinchen - Leipziger Platz (Am Brunnen) - ein besonderes Sanierungsgebiet - die erste "Neue Stadt der Frankfurter Eisenbahn"

Bei schlechtem Wetter gibt es stattdessen einen Vortrag in den Räumen der VHS!!!
Die Heimkehrer wurden in einen ehemaligen Wehrmachtskomplex und in das nahe gelegene Lager Gronenfelde gebracht. Hier wurden sie entlaust, noch einmal statistisch erfasst und dann versorgt und in ihre Heimatregionen geschickt. Die Versorgung war anfänglich so schlecht, dass viele starben.
Trotzdem kamen immer mehr frühere Wehrmachtssoldaten in Frankfurt an. Im September 1946 hatten bereits 120.000 das Lager passiert. Nun wurden auch 21.000 Zivilpersonen zurückgeführt.
Am 26. Oktober 1947 waren es mittlerweile 300.000 zurückgeführte Kriegsgefangene. Das Tempo war hoch. Schließlich hatten sich die Alliierten darauf geeinigt, bis zum Jahresende 1948 alle Gefangenen nach Hause zu schicken. Aber die Sowjetunion hält diese Frist nicht ein. Erst am 5. Mai 1950 verkündete sie das Ende der Repatriierungen. Trotzdem fehlten noch tausende Männer.
Martin Schieck hat zusammen mit anderen Historikern eine Ausstellung eingerichtet, die an die rund 1,2 Millionen kriegsgefangenen Deutschen erinnert. (Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24787306 ©2016) Diese wird heute besucht.
Im Anschluss daran besichtigen wir die Kriegsgräberstätte Nuhnen.
Auf den an die parkartigen Außenanlagen des Gutshof Nuhnen anschließenden Flächen befand sich in der Nachkriegszeit die zentrale Aufnahmestelle für die aus der sowjetischen Internierung zurückkehrenden Kriegsteilnehmer. Die auf der Reise oder in der Aufnahmestelle Verstorbenen wurden auf einem Areal der Parkfläche beigesetzt. Dieser Bereich war als Beisetzungsstätte nicht zu erkennen und wurde auch aus politischen Gründen in der Vergangenheit nicht als solche angelegt. Ohne einzelne Gräberfelder zu markieren, sollte ein würdiger Ort geschaffen werden, der auch Besuchern und Angehörigen die Möglichkeit gibt, würdevoll zu trauern.

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