Ernesto Kröger
Wann / wie lange waren Sie an der Volkshochschule? Welche/n Kurs/e haben Sie besucht?
Ich war für ein Schuljahr (2007/2008) an der VHS und besuchte die 10. Klasse um meinen bisherigen Abschluss zu verbessern.
Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?
Meine Zeit an der Schule war recht angenehm. Mit ein paar Mitschülern bin ich in näheren Kontakt gekommen und hatte insoweit auch keine Probleme mit der Klasse. Von den Lehrern her fand ich den Geschichtsunterricht sehr spannend. Es wurde ausführlich über Themen diskutiert, ohne irgendwelche starren oder dogmatischen Ansichten wie: „Das war so und ist jetzt so!“ vorgesetzt zu bekommen. Natürlich ist auch jeder Schüler in der VHS nicht davor gefeit auch solche Lehrer zu treffen. Aber bleib stark und nimm es leicht. Schließlich sind wir ja nicht mehr 15 und außerdem: sie sind selten geworden! Enttäuschend für mich war nur zu sehen, wie viele Leute schon nach dem 1. Halbjahr das Handtuch, durch wenig Vertrauen in sich selbst, geschmissen hatten.
Was war anders als in Ihrer Regelschulzeit?
Definitiv das Lernverhalten aber auch der Respekt vor der Person des Lehrers. Natürlich war auch der Druck ein anderer. Der Erfolg bzw. der Abschluss war diesmal für mich wichtig, weil ich andere Personen gesehen habe, die weit weniger Glück hatten und so wollte ich nicht enden.
Haben Sie den Kurs / Lehrgang / Ausbildung mit einem guten Gefühl, etwas für sich erreicht zu haben, verlassen?
Ja natürlich. Auf einmal eröffneten sich neue Wege, die ich beschreiten konnte. Bei mir natürlich hauptsächlich in der Ausbildung, aber immerhin war es und ist es ein Lichtblick, weil man doch einfach eine ganz andere Sicht der Dinge hat. Man ist zwar nicht unbedingt reifer geworden, aber schlauer, nachdem die Prüfung der Erfahrung kam.
Was machen Sie heute?
Ich mache heute eine Ausbildung zu einem „Assistenten für regenerative Energietechnik und Energiemanagement“ in Berlin Spandau (3 Jahre Ausbildung) und habe anschließend die Möglichkeit das reguläre Abitur (1jährig) abzulegen oder an einer FH studieren zu gehen.
Was wünschen Sie der Volkshochschule, was geben Sie den (politisch) Verantwortlichen auf den Weg?
Ich wünsche der VHS ein langes Bestehen und hoffe, dass Sie weiterhin das Wissen vermitteln kann und auch die Möglichkeit weiterhin für andere besteht, sich zu bilden und eine zweite oder gar eine dritte Chance besteht von vorn anzufangen oder es komplett anders anzugehen, wenn es vorher nicht funktioniert hat. Nur wer fest steht und kein Sturm an ihm nagen kann, der sieht den Sonnenaufgang. ...Hach, herrlich poetisch...
In diesem Sinne viel Kraft und Ausdauer für die Zukunft und ein langes Leben bis weit über die 100 und noch älter.
Zurück zur Übersicht
Fragen an Teilnehmer und Mitarbeiter