Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Im Rahmen der Ausstellung "Die Macht der Gefühle" setzen wir uns mit starken Emotionen, die Politik beeinflussen oder machen, auseinander.
Heute ist das Thema RESSENTIMENTS. "Der Nationalsozialismus gab sich als 'Volkes Stimme' gegen 'Volksverderber' aus, aber auch der heutige Rechtspopulismus schürt die Ressentiments jener, die bei Pegidademos gegen vermeintliche 'Volksverräter' zu Felde ziehen." (Zitat Ausstellung)

"Der Untermensch" heißt eine Broschüre, die 1942 vom SS-Hauptamt-Schulungsamt herausgegeben wurde und in der Folge weite Verbreitung fand. Das Titelbild dient noch heute häufig zur Illustration des von Ressentiment und Rassenhass geprägten Menschenbilds der Nationalsozialisten. Weit weniger bekannt jedoch sind die Bilder des Innenteils, die noch heute schockieren, aber auch zum Verständnis beitragen können, welche Bilder die Nationalsozialisten in den Köpfen der Deutschen verankern wollten, um sie im Weltkrieg zu einem verbrecherischen Krieg und schließlich zu einem Kampf bis zuletzt zu motivieren. Der Vortrag will mit diesen Bildwelten vertraut machen und gleichzeitig aufzeigen, welche zentrale Stellung diese in der NS-Bildpropaganda einnahmen.
(Diavortrag)

Kurs abgeschlossen Uferfrauen - Lesbisch l(i)eben in der DDR (M101.05)

( ab Do., 28.10., 17.00 Uhr )

Der preisgekrönte Dokumentarfilm "Uferfrauen" begleitet sechs Protagonistinnen, die in Groß- und Kleinstädten in Nord und Süd der ehemals sozialistischen Republik lebten und jede Menge zu erzählen haben: Christiane aus Berlin, Carola aus Dresden, Pat aus Mecklenburg-Vorpommern sowie Elke und Langzeit-Paar Sabine und Gisela aus Sachsen-Anhalt. Die Frauen lassen das Publikum an ihrem damaligen Lebensalltag teilhaben, an ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz.Anschließendes Filmgespräch mit Regisseurin Barbara Wallbraun und zwei Protagonistinnen aus dem Dokumentarfilm. (Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Queeres Brandenburg und dem Dachverband Lesben & Alter e. V. statt.)
Gefördert vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
Trailer: https://vimeo.com/383949453
Die VHS und Gedenkstätte zeigen zum 31. Jubiläum des Tages der deutschen Einheit unterschiedliche Filme zur DDR Geschichte und Wendezeit.


Mit Mauerfall und Wiedervereinigung veränderte sich auf einen Schlag fast alles im Alltag der Menschen in der ehemaligen DDR. Vieles befand sich im Aufbruch, noch mehr jedoch im Umbruch. Heute sehen Sie exemplarische Geschichten aus dieser Zeit, private Geschichten, die immer einen Brückenschlag zu den großen gesellschaftlichen Umwälzungen bieten.

Als besondere Gäste haben wir Horst Klute und Erika Krause eingeladen, die über ihre bewegte Zeit in der Übergangsphase erzählen werden. Aber auch Sie sind herzlich eingeladen, sich zu erinnern und das mit uns zu teilen.

Aufführung mit freundlicher Genehmigung der Bundesstiftung Aufarbeitung

Kurs abgeschlossen Die Macht der Gefühle: arm und reich; Workshop (M102.03)

( ab Fr., 20.8., 16.30 Uhr )

Im Rahmen der Ausstellung "Die Macht der Gefühle" setzen wir uns mit starken Emotionen, die Politik beeinflussen oder machen auseinander.
Heute ist das Thema NEID. Wir tauschen uns über Vorurteile gegenüber Armen und Reichen aus.
Was bedeutet es eigentlich, Reich oder Arm zu sein? In unserer gegenwärtigen Gesellschaft werden Wohlstand und Armut überwiegend materiell definiert. Aber reicht das? Konsum aktiviert zwar unser Belohnungssystem, aber macht uns das wirklich auf Dauer glücklich? Oder gibt es andere Formen inneren Reichtums, die möglicherweise auch wichtig sind? Vivian Dittmar hat in ihrem aktuellen Buch "Echter Wohlstand" neue Ansätze von Wohlstand zur Debatte gestellt - Zeitwohlstand, Beziehungswohlstand, Kreativitätswohlstand, spiritueller und ökologischer Wohlstand schlägt sie als Richtungswechsel in der Wohlstandsbetrachtung vor.
Darüber wollen wir diskutieren: Wer ist reich, wer ist arm? Wann fühle ich mich reich, wann arm? Was sind meine Maßstäbe und was die der Gesellschaft?
Bei einer Fotosession werden wir unsere Vorurteile und Interpretationen von innerem und äußerem Reichtum/Armut abbilden, eine Ausstellung zeigt die Ergebnisse unserer Erkenntnisse.
In einem Workshop wurde über einen Richtungswechsel in der Wohlstandsdebatte diskutiert und in einer Fotosession Vorurteile und Interpretationen von innerem und äußerem Reichtum/Armut bildlich erarbeitet. Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse der erarbeiteten Erkenntnisse.
In einem Workshop wurde über einen Richtungswechsel in der Wohlstandsdebatte diskutiert und in einer Fotosession Vorurteile und Interpretationen von innerem und äußerem Reichtum bildlich erarbeitet, die Ausstellung zeigt die Ergebnisse der Erkenntnisse.

freie Plätze Das Christentum: Filmaufführung (M108.02)

( ab Mo., 29.11., 18.00 Uhr )

Frieden zwischen den Völkern durch Frieden zwischen den Religionen. Hans Küng, bekannter Autor des "Weltethos" führt in seiner 7-teiligen Reihe "Spurensuche" durch die großen Religionen. Er zeigt ihren Einfluss auf die Kultur und das Leben der Menschen durch alle Zeiten und Kontinente.

Christentum

Feuer des Glaubens und soziales Engagement waren die christlichen Grundkonstanten. Im Mittelalter verabschiedete sich die kollegial-ökumenische Kirche in eine absolutistisch-monarchische Kirchenkonzeption. Die heutige Globalisierung stellt die Geltungsansprüche eines europäisch-geprägten Christentums in Frage.
Der Lichtbildervortrag vermittelt anhand historischer Außen- und Innenaufnahmen einen Einblick in die Alt-Frankfurter Gastlichkeit mit ihren gewesenen Gasthäusern, Hotels, Vergnügungslokalen, Ausflugszielen und Kneipen. Stand am Anfang nur eine Auswahl von Gasthöfen und Destillen zur Verfügung, so stieg schnell mit dem Anwachsen der Bevölkerung die Zahl der Gastronomie aller Klassen an. Cafés, Tanzdielen, Vergnügungsparks, oder Konzert- sowie Kaffeegärten. Zu den Zeiten ohne Fernseher, Internet und Radio war das Freizeitvergnügen völlig anders als heute. Seien sie Gast auf einer historischen Zeitreise in die traditionsreichen und idyllischen Vergnügungslokale der Stadt.

Kurs abgeschlossen Häuser erzählen Geschichte(n): Rund um die Marina (M109.16)

( ab Mi., 8.9., 16.00 Uhr )

Besondere Orte üben eine faszinierende Anziehung auf uns Menschen aus. Diese Orte auf Fotos festzuhalten, reizt nicht nur Profifotografen. Die "magischen" Häuser erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie erhalten historische Informationen über den jeweiligen Ort. Währenddessen kann gern fotografiert werden. Die Kurse werden unabhängig vom Wetter durchgeführt.
Die Heimkehrer wurden in einen ehemaligen Wehrmachtskomplex und in das nahe gelegene Lager Gronenfelde gebracht. Hier wurden sie entlaust, noch einmal statistisch erfasst und dann versorgt und in ihre Heimatregionen geschickt. Die Versorgung war anfänglich so schlecht, dass viele starben.
Trotzdem kamen immer mehr frühere Wehrmachtssoldaten in Frankfurt an. Im September 1946 hatten bereits 120.000 das Lager passiert. Nun wurden auch 21.000 Zivilpersonen zurückgeführt.
Am 26. Oktober 1947 waren es mittlerweile 300.000 zurückgeführte Kriegsgefangene. Das Tempo war hoch. Schließlich hatten sich die Alliierten darauf geeinigt, bis zum Jahresende 1948 alle Gefangenen nach Hause zu schicken. Aber die Sowjetunion hielt diese Frist nicht ein. Erst am 5. Mai 1950 verkündete sie das Ende der Repatriierungen. Trotzdem fehlten noch tausende Männer.
Martin Schieck hat zusammen mit anderen Historikern eine Ausstellung eingerichtet, die an die rund 1,2 Millionen kriegsgefangenen Deutschen erinnert. (Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24787306 ©2016) Diese wird heute besucht.
Im Anschluss daran besichtigen wir die Kriegsgräberstätte Nuhnen.
Auf den an die parkartigen Außenanlagen des Gutshof Nuhnen anschließenden Flächen befand sich in der Nachkriegszeit die zentrale Aufnahmestelle für die aus der sowjetischen Internierung zurückkehrenden Kriegsteilnehmer. Die auf der Reise oder in der Aufnahmestelle Verstorbenen wurden auf einem Areal der Parkfläche beigesetzt. Dieser Bereich war als Beisetzungsstätte nicht zu erkennen und wurde auch aus politischen Gründen in der Vergangenheit nicht als solche angelegt. Ohne einzelne Gräberfelder zu markieren, sollte ein würdiger Ort geschaffen werden, der auch Besuchern und Angehörigen die Möglichkeit gibt, würdevoll zu trauern.

Kurs abgeschlossen Häuser erzählen Geschichte(n): Gerstenberger Höfe (M109.28)

( ab Mi., 13.10., 16.00 Uhr )

Besondere Orte üben eine faszinierende Anziehung auf uns Menschen aus. Diese Orte auf Fotos festzuhalten, reizt nicht nur Profifotografen. Die "magischen" Häuser erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie erhalten historische Informationen über den jeweiligen Ort. Währenddessen kann gern fotografiert werden. Die Kurse werden unabhängig vom Wetter durchgeführt.
Es sind unbedingt feste Schuhe zu tragen, es wird seitens der VHS keine Haftung übernommen.

Gerstenberger Höfe - es gibt vieles zu entdecken. In den Rundgang einbezogen ist das Atelier des Malers Manfred Neumann. Er hat viele Jahre als Dozent für die Volkshochschule gearbeitet. In einigen Ausstellungen konnte man die sehenswerten Kursergebnisse besichtigen. Noch heute zieht es seine Schüler*innen zu ihm, um einen Ratschlag zu erbitten. Der Künstler Herr Neumann ist noch heute sehr produktiv und probiert sich immer wieder an neuen Techniken aus. Bekannt ist er durch seine Reihe von Porträts bekannter Frankfurter*innen. In seinem Atelier kann man heute hunderte Bilder und Grafiken betrachten.

freie Plätze Abschlussveranstaltung Euthanasie in FFO, 1933-45 (M120.03)

( ab Mi., 8.12., 16.30 Uhr )

Wir haben ein großes Projekt zum guten Ende gebracht. Drei Ausstellungen sind durch verschiedene Institutionen gewandert und haben die Bürger*innen der Stadt informiert über
die Geschichte der Euthanasie in FFO,
über die liebenswerten Orte von unterschiedlichen Menschen
und es wurden Fotos von Laienkünstlern zum Thema "Wunden und Narben" gezeigt.
Heute wollen wir uns treffen und noch einmal über das Projekt sprechen. Was ist geblieben?
Wir wollen auch die Bilder an die Autoren zurück geben.
Dazu laden wir herzlich ein! Wir bitten um Anmeldung.
Wie war es als Kind in Frankfurt Oder im Mittelalter?
Das wollen wir heute erfahren.
Jacob ist 12 Jahre alt gewesen.
Er zeigt uns den Weg zu seinem Onkel.
Zum Töpfer Johann.
Wir gehen durch Gassen und auf Plätze der Stadt.
Wir lernen die Geschichte von Frankfurt Oder kennen.
Im Museum Viadrina kann man Raum für Raum alles kennenlernen.
Es werden viele Dinge zu sehen sein.
Die Orte, die wir besuchen zeigen die Geschichte aus dem 16. Jahrhundert.
Am Ende kann man ein Heft mitnehmen. Das Heft heißt „Jacobs Abenteuer“.
Das Heft hat kleine Rätselaufgaben und Bastelanleitungen.
Es gibt sogar Rezepte zum Nachkochen.


Kosten: 1,50 Euro pro Teilnehmer (Heft inklusive)
Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten. Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Kurs abgeschlossen Livestream - vhs.wissen live: Die Erziehung des Geschmacks (M130.15)

( ab Do., 21.10., 19.30 Uhr )

Spätestens wenn man bemerkt, wie sehr die sozialen Medien sich zu Paradiesen oder Höllen des Geschmacks entwickelt haben, in denen täglich tausendfach "Followers" ihre "Likes" vergeben oder verweigern, zerstreut sich der Verdacht, die Geschichte des Geschmacks sei beendet oder ein Gegenstand bloß antiquarischen Interesses.
Tatsächlich folgen wir, wenn wir uns vom Gefallen oder Missfallen leiten lassen, einer schnellen, instinktartig funktionierenden Steuerung, die alle Operationen der Vernunft unterläuft. Den Sinnen nah, dem Verstand fern, ist der Geschmack ein Schwererziehbarer, um den sich nach den Philosophen des 18. und den Formerziehern des 19. Jahrhunderts zunehmend Marktinstanzen gekümmert haben, deren Wirken neuerdings von Algorithmen und KI unterstützt wird.

Prof. Dr. Ulrich Raulff ist Historiker. Er war Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Von 2004 bis 2018 war Raulff Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Seit Oktober 2018 ist er Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen. Ulrich Raulff wurde vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.

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