Gesellschaft
Politik - Gesellschaft - Umwelt

Rund um die Rote Kaserne: historischer Spaziergang

Die preußische Armee benötigte im gesamten Land Unterkünfte für ihre Soldaten. So entstanden am westlichen Rand der Stadt Frankfurt (Oder) große Gebäude als Unterkünfte für Reiter, Ställe für Pferde, eine Krankenstation, alles in schlichter Backsteinarchitektur. Die Kaserne diente auch nach dem Ende Preußens weiterhin als Unterkunft für Militäreinheiten. Selbst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zogen in den Komplex Einheiten der Roten Armee ein. Wir wollen nicht nur über die Architektur, sondern auch über den Drill in den Kasernen sprechen.

5,80 €

Ort: August-Bebel-Straße. 15234. Frankfurt (Oder), Ecke Dr.-Ursula-Sell
Beginn: 27.04.2026
Zeit: 16:00 - 18:15 Uhr
Termine: 1

Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale

Die Treuhandpolitik brach 1990 wie ein Schicksalsschlag über die Ostdeutschen herein. Waren sie im Herbst 1989 selbstbewusst für Freiheit und Demokratie auf die Straßen gegangen, nahm ihr Leben nun eine ungewollte Wendung.

9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit «markttauglich» machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Millionen Menschen wurden arbeitslos. Wie erging es den Menschen dabei? Wie gingen sie mit dieser «Schocktherapie» um? Wie verarbeiteten sie die biografischen Brüche?

Davon erzählt die Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie gibt einen Einblick in die Vielzahl der Lebenswege. Die 13 ausgewählten Branchen und Betriebe stehen exemplarisch für die ostdeutsche Wirtschaft. Die meisten ostdeutschen Familien waren vom Wirken der Treuhandpolitik betroffen, ihr ausgeliefert. Sie erlebten die Treuhandanstalt als Schicksalsmacht.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lässt in der von Rohnstock-Biografien kuratierten Ausstellung Zeitzeug*innen zu Wort kommen, deren Lebensgeschichte durch das Agieren der Treuhandanstalt unmittelbar beeinflusst wurde. Sie waren zur Wendezeit beispielsweise Schlosser auf der Neptunwerft Rostock, Kranführerin im Stahlwerk Riesa, Maurer im Chemiekombinat Buna, Kumpel im Kaliwerk Bischofferode, Fernsehelektronikerin in Oberschöneweide - oder Sicherheitsinspektor im Braunkohlenkombinat Lauchhammer, Betriebsdirektor des VEB Braunkohlenveredlung Lauchhammer oder Entwicklungsingenieur und Gruppenleiter im VEB Halbleiterwerk Frankfurt (Oder).

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch mit den Erzählungen der Porträtierten erschienen. Es steht auch als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
Auf SoundCloud sind Tonmitschnitte aus den Interviews zusammengestellt, die in der Ausstellung auch über QR-Codes abgerufen werden können.

0,00 €

Ort: VHS, 1.Etage Ausstellungsfläche
Beginn: 29.01.2026
Zeit: 10:00 - 19:00 Uhr
Termine: 68

Schutztruppe der Republik - das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold

Mit der Darstellung des Kampfes der Republikschutztruppe Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Raum Berlin-Brandenburg würdigt Hans-Rainer Sandvoß den Einsatz von über 20 000 Menschen, die zwischen 1924 und 1933 Gesundheit und Leben für den Erhalt der ersten deutschen Demokratie riskierten. Der Autor schildert Erfolge und Probleme dieser zu Unrecht vergessenen Organisation, die das Vorurteil widerlegt, die Weimarer Republik sei eine Republik ohne Republikaner gewesen. Aus verschiedenen Blickwinkeln – historischen Berichten, Zeitzeugenerinnerungen, Gerichtsdokumenten und Zeitungsaussagen – entsteht ein authentisches Bild der damaligen Ereignisse. Die Gegensätze von städtischem und ländlichem Milieu, großagrarischen Interessen und Landarbeiternot sowie die Schwierigkeit, demokratische Vielfalt gegen den politischen Terror militanter Republikfeinde durchzusetzen, zwangen dem Reichsbanner einen aufreibenden „Mehrfrontenkrieg“ auf.

Dr. Hans-Rainer Sandvoß, geb. 1949 in Berlin-Wedding, 1969 Abitur am Ranke-Gymnasium, Studium an der FU Berlin, 1976 Abschluss als Diplom-Politologe, 2006 Promotion. Von 1977 bis 2014 Mitarbeiter sowie Stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, seit 2014 ehrenamtlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Herausgeber der „Schriftenreihe über den Widerstand in Berlin von 1933 bis 1945“, hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Arbeiterwiderstand gegen das NS-Regime in Berlin und Brandenburg vorgelegt.

0,00 €

Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn: 21.05.2026
Zeit: 17:00 - 18:30 Uhr
Termine: 1

Spur der Steine: Filmaufführung

Zum Thema Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung oder Opposition zeigt die VHS in Kooperation mit der Gedenkstätte 7 Filmklassiker. Anhand der ausgewählten DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion wird jüngere deutsche Geschichte (1946-1990) und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt. Über das Populär-Medium Film wird eine kleine Geschichte der DDR erzählt.
Spur der Steine (Regie: Frank Beyer, DDR 1966/1990)
Drehbuch Karl Georg Egel
Literarische Vorlage Erik Neutsch
Darsteller Manfred Krug, Krystyna Stypulkowska, Eberhard Esche, u.a.
Produktionsfirma DEFA-Studio für Spielfilme (Künstlerische Arbeitsgruppe "Heinrich
Greif")
Länge 129 Min., s/w
In Schkona, einer "sozialistischen Großbaustelle" irgendwo in Mitteldeutschland, prallen
unterschiedlichste Charaktere und Positionen aufeinander. Es herrscht fast ein wenig
Goldgräberstimmung: Die einen hoffen lediglich auf schnelles Geld, andere sehen sich als
Avantgarde der Arbeiterklasse - die ja in der DDR die herrschende Klasse sein soll.
Horrath kommt als neuer Parteisekretär nach Schkona, findet sich zunächst nicht
zurecht. Doch dann entwickelt er mit dem Brigadier Balla und der Technologin Kati
unkonventionelle Methoden, die zu höherer Effizienz führen. Da beide Männer in die
junge Frau verliebt sind, kommt es bald zu Konflikten, die sich auch auf den Arbeitsalltag
erstrecken.

0,00 €

Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn: 20.04.2026
Zeit: 16:00 - 18:15 Uhr
Termine: 1

Straßen erzählen Geschichte(n): Herbert-Jensch-Straße: Spaziergang

Besondere Orte üben eine faszinierende Anziehung auf uns Menschen aus. Die "magischen" Häuser erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie erhalten historische Informationen über den jeweiligen Ort. Währenddessen kann gern fotografiert werden. Die Kurse werden unabhängig vom Wetter durchgeführt.
Es sind unbedingt feste Schuhe zu tragen, es wird seitens der VHS keine Haftung übernommen.

Herbert-Jensch-Str. von Straße Am Winterhafen bis Kliestower Weg

Industrieviertel durchmischt mit Wohnbebauung (Gaswerk, Schlachthof, Villa Paetsch)

Die Herbert-Jensch-Str. ist die Hauptachse des sich seit der zweiten Hälfte des 19. Jh. entwickelnden Industriegebietes im Norden Frankfurts. Jensch, Herbert, Widerstandskämpfer, Arbeiterfunktionär, geb. 13.08.1900 Breslau, gest. 05.06.1944 Brest (Frankreich). J. war 1919-20 beim Reichswasserschutz auf der Oder in Breslau und wurde nach Frankfurt (Oder) versetzt. Von 1921 bis 1939 Notstandsarbeiten und Schlosser in verschiedenen Frankfurter Betrieben. 1923 trat er in die KPD ein und war 1929-33 Stadtverordneter der KPD, 1930-33 Vorsitzender der Ortsgruppe der KPD in Frankfurt (Oder), 1930 Provinziallandtags-Abgeordneter der KPD in Brandenburg. Am 02.03.1933 Verhaftung und Schutzhaft im KZ Sonnenburg und im Gefängnis Plötzensee sowie im Untersuchungsgefängnis Moabit. 1935-39 Maschinist in der „Ostquellbrauerei Frankfurt (Oder)“, Heizer auf dem Dampfer „Großer Kurfürst“ der Schlesischen Dampferkompanie. 1939 zur Marine gezogen. Stationierung später in Brest. 1941-44 Verbindung zur französischen Hafenarbeitergewerkschaft und zur Resistance. Am 05.06.1944 wurde J. auf offener Straße in Brest von SS-Angehörigen erstochen. (Quelle Stadtseite)

5,80 €

Ort: Herbert-Jensch-Str./Einmündung Straße Am Winterhafen
Beginn: 16.04.2026
Zeit: 15:00 - 17:15 Uhr
Termine: 1

Straßen erzählen Geschichte(n): Paul-Feldner-Straße: Spaziergang

Besondere Orte üben eine faszinierende Anziehung auf uns Menschen aus. Die "magischen" Häuser erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie erhalten historische Informationen über den jeweiligen Ort. Währenddessen kann gern fotografiert werden. Die Kurse werden unabhängig vom Wetter durchgeführt.
Es sind unbedingt feste Schuhe zu tragen, es wird seitens der VHS keine Haftung übernommen.

Paul-Feldner-Straße, Walter-Korsing-Straße, Fischerstraße

Stark veränderte Wohn- und Mischbebauung

Schwerpunkt: Fischerstraße - ein Wandel zur touristischen Vorzeigestraße

Benannt wurde die Fischerstraße nach den dort wohnenden Fischern, die im Gegensatz zu den Kietzer Fischern der Lebuser Vorstadt (bekannt seit 1592) nicht privilegiert waren. 1571 wurden die ersten Vorstadtfischer in der Gubener Vorstadt erwähnt. Auf das Jahr 1696 lässt sich die Fischerinnung der Gubener Vorstadt zu Frankfurt (Oder) zurückdatieren. Am 21. Januar wurde ihr das Privilegium erteilt. In diesem werden auch die der Lebuser Vorstadt „mit denselbigen Kietzern und Ziegelgäßnern“ genannt. Diese Straße wurde mehr und mehr, in nördlicher Richtung, zu einer Industrie-Anliegerstraße. Für die sich um die Jahrhundertwende (19./20. Jh.) stark entwickelnde Stadt war die Errichtung eines Elektrizitätswerkes erforderlich. Es entstand bis 1897 auf dem ehemaligen Finkensteinschen Grundstück, Ecke Bachgasse. Heute befindet sich an der Ecke Kellenspring ein regional bedeutendes Verlags- und Druckhaus. (Quelle Stadtseite)

Walter-Korsing-Straße
Auch heute noch tangiert diese Straße den Anger. Der Anger, einstmals die alte Gänsewiese und die Bleiche der Gubener Fischervorstadt, diente bis zum Ersten Weltkrieg als Exerzierplatz. Er wird westlich und östlich von einer Vierer- bzw. Zweierreihe Linden eingeschlossen (Lindenstraße) – der frühere Reitweg zwischen Gertraudenkirche (Gertraudenplatz) und dem Carthaus-Kloster (Carthausplatz). Seit den 20er Jahren des vorigen Jh. wurde er parkähnlich umgestaltet. Erst 2001 erhielt der Anger eine aufwändige Verjüngungskur. Mitten im Areal befindet sich ein Ehrenmal für Gefallene der Roten Armee. In dieser Straße kam es im Dezember 1983 zur Konstituierung des Instituts für Halbleiterphysik der Akademie der Wissenschaften. Damit erhielt Frankfurt (Oder) eine akademische Stätte der Grundlagenforschung. Korsing, Walter, Widerstandskämpfer, geb. 27.02.1905 Frankfurt (Oder), gest. 19.06.1933 Frankfurt (Oder). Der Antifaschist (Mitglied des Reichsbanners und des Deutschnationalen Kampfbundes) wurde in seiner Geburtsstadt Frankfurt (Oder) von der SA im Ragoser Talweg ermordet. (Quelle Stadtseite)

5,80 €

Ort: VHS, Eingang
Beginn: 28.05.2026
Zeit: 15:00 - 17:15 Uhr
Termine: 1

Von der Idee zum Ziel oder doch mal andersrum? Methoden der Gruppenarb.

Häufig gibt es in Projekten Ideen zu Veränderung/ Erweiterung.
Dann wird geplant und schon bei den ersten Schritten werden die Hindernisse oftmals übergroß.
„Dafür wir das Geld nie reichen“, „Ist ja ne gute Idee, aber da macht keiner mit!“, „So wird das
aber nichts“. Hilfreich kann es sein, den Planungsweg einmal umzukehren. Die Idee ist da, das
Ziel ist formuliert und nun wird Schritt für Schritt vom Ziel aus die Planung „heruntergedacht“.
Das birgt die Chance, dass größere Teile des Planes erdacht werden und somit der Prozess auch
schneller vorangehen kann ohne die Hindernisse zu vernachlässigen.
Nach einem theoretischen Teil spielen wir ein Modell durch. Lassen Sie sich überraschen von völlig neuen Impulsen.

Der Kurs (6 Unterrichtsstunden) kann von Firmen und Institutionen gebucht werden. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Uta Kurzwelly, Tel. 0335 500 800 23

0,00 €

Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn:
Zeit: 17:00 - 20:00 Uhr
Termine: 0

Keine Online-Anmeldung möglich Keine Online-Anmeldung möglich

Wanderung durch das Skabybruch

Unsere Tour führt durch das Skabybruch zwischen Oder-Spree-Kanal und A 12. Wir erleben eine wechselhafte naturbelassene Landschaft von Heide, Wald und Seen. Mitten drin stoßen wir auf das ehemalige Ritterschloß Skaby.

Alle Wanderinnen und Wanderer nehmen kostenlos teil, stets aber auf eigene Versicherung. Jede/-r versorgt sich aus dem eigenen Rucksack. Eine Einkehr ist nicht bei jeder Tour vorgesehen.
Bitte festes Schuhwerk tragen.
Ansprechpartner und bei erforderlichen Voranmeldungen Karl Görs
Tel.: 0152 51675517 E-Mail wandern@alpenverein-ffo.de

0,00 €

Ort: 15528 Spreenhagen, Alte Dorfstraße
Beginn: 03.05.2026
Zeit: 09:30 - 18:00 Uhr
Termine: 1

Wanderung durch die Booßener Teichlandschaft

Dicht am Treffpunkt (Booßener Bahnhof) schließt die wunderschöne Teichlandschaft Booßens an. Die Exkursion führt über die Wirtschaftswege der Fischer entlang der vier Teiche durch das Naturschutzgebiet, welches verschiedenste Lebensräume (Feuchtwiesen, Trockenhänge usw.) so nah beieinander vorweist. Entlang des Weges macht uns Herr Weiß mit seinen zoologischen und botanischen Kenntnissen auf die vielen Entdeckungen aufmerksam. Die Exkursion ist inklusiv, aber leider nicht barrierefrei. Kinder bis 8 Jahren frei.

Werner Weiß ist Jahrgang 1940 und in Neuhardenberg aufgewachsen. Er war lange Zeit Biologielehrer, danach Mitarbeiter in der Station "Junger Techniker und Naturforscher", eine staatliche Schülerfreizeiteinrichtung in Frankfurt (Oder) und arbeitete ab 1992 im Landesumweltamt in der Abteilung Naturschutz. Der offenkundige Naturfreund engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für den Naturschutz und liebt Naturfotografie. Mit seinen langjährig gesammelten Beobachtungen, Erlebnissen und Fotos hat Herr Weiß insgesamt vier Bücher gestaltet. Unter dem Titel "Natur-Tagebuch" berichtet er auf insgesamt 800 Seiten und mit mehr als 2000 Fotos über Natur und Naturschutz in Frankfurt (Oder) und Umgebung. Dem Booßener Teichgebiet sind wegen seines besonderen Artenreichtums mehr als 50 Seiten und 160 Fotos gewidmet. Die Natur-Tagebücher sind im Buchhandel erhältlich.

5,80 €

Ort: Booßen, Bahnhof
Beginn: 09.05.2026
Zeit: 09:30 - 11:45 Uhr
Termine: 1

Wanderung entlang am Friedrich Wilhelm-Kanal

Wir wandern am Friedrich-Wilhelm – Kanal entlang. Zurück geht es am Köhlerplatz (Hille - Bille) vorbei und überqueren den Oder-Spree-Kanal.

Alle Wanderinnen und Wanderer nehmen kostenlos teil, stets aber auf eigene Versicherung. Jede/-r versorgt sich aus dem eigenen Rucksack. Eine Einkehr ist nicht bei jeder Tour vorgesehen.
Bitte festes Schuhwerk tragen.
Ansprechpartner und bei erforderlichen Voranmeldungen Karl Görs
Tel.: 0152 51675517 E-Mail wandern@alpenverein-ffo.de

0,00 €

Ort: 15295 Groß Lindow, Parkplatz, Wiesenauer Str.
Beginn: 12.04.2026
Zeit: 09:30 - 18:00 Uhr
Termine: 1