Geschichte und Zeitgeschichte
Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale
Die Treuhandpolitik brach 1990 wie ein Schicksalsschlag über die Ostdeutschen herein. Waren sie im Herbst 1989 selbstbewusst für Freiheit und Demokratie auf die Straßen gegangen, nahm ihr Leben nun eine ungewollte Wendung.9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit «markttauglich» machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Millionen Menschen wurden arbeitslos. Wie erging es den Menschen dabei? Wie gingen sie mit dieser «Schocktherapie» um? Wie verarbeiteten sie die biografischen Brüche?
Davon erzählt die Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie gibt einen Einblick in die Vielzahl der Lebenswege. Die 13 ausgewählten Branchen und Betriebe stehen exemplarisch für die ostdeutsche Wirtschaft. Die meisten ostdeutschen Familien waren vom Wirken der Treuhandpolitik betroffen, ihr ausgeliefert. Sie erlebten die Treuhandanstalt als Schicksalsmacht.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lässt in der von Rohnstock-Biografien kuratierten Ausstellung Zeitzeug*innen zu Wort kommen, deren Lebensgeschichte durch das Agieren der Treuhandanstalt unmittelbar beeinflusst wurde. Sie waren zur Wendezeit beispielsweise Schlosser auf der Neptunwerft Rostock, Kranführerin im Stahlwerk Riesa, Maurer im Chemiekombinat Buna, Kumpel im Kaliwerk Bischofferode, Fernsehelektronikerin in Oberschöneweide - oder Sicherheitsinspektor im Braunkohlenkombinat Lauchhammer, Betriebsdirektor des VEB Braunkohlenveredlung Lauchhammer oder Entwicklungsingenieur und Gruppenleiter im VEB Halbleiterwerk Frankfurt (Oder).
Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch mit den Erzählungen der Porträtierten erschienen. Es steht auch als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
Auf SoundCloud sind Tonmitschnitte aus den Interviews zusammengestellt, die in der Ausstellung auch über QR-Codes abgerufen werden können.
0,00 €
Ort: VHS, 1.Etage Ausstellungsfläche
Beginn: 29.01.2026
Zeit: 10:00 - 19:00 Uhr
Termine: 68
Plätze frei
Picture by Brian Stauffer: Werkschau
Brian Stauffer ist ein angesehener Illustrator, der für seinen konzeptionellen Ansatz zum visuellen Geschichtenerzählen bekannt ist, traditionelle und digitale Techniken miteinander verbindet und die drängendsten Themen unserer Zeit beleuchtet. Im Jahr 2023 wurde Brian Stauffer mit dem renommierten Hamilton King Award geehrt, der höchsten Auszeichnung, die von The Society of Illustrators verliehen wurde, und würdigte seine außergewöhnlichen Beiträge zum Gebiet der Illustration. Auch in diesem Jahr wurde Brians Illustration für Save The Children Ukraine mit Best of Show in Communication Arts prestigeträchtigen Illustrationen ausgezeichnet. Brian ist derzeit in seiner vierten Staffel als Aushängeschild für die renommierte San Francisco Opera.
Geboren und aufgewachsen in Arizona, verdiente Brian 1989 einen BFA in Grafikdesign von der University of Arizona. Seine Arbeiten zierten die Titelseiten und Seiten von über 300 renommierten Publikationen weltweit, darunter The New Yorker, Vanity Fair, Rolling Stone, The New Republic, Time Magazine, The New York Times, GQ, Esquire, Wired, The Nation, The Washington Post, Der Spiegel, unter anderem. Seine Illustrationen werden für ihre konzeptionelle Tiefe und auffällige visuelle Kommentare gefeiert, die durch einen einzigartigen Prozess erreicht werden, der handgezeichnete Skizzen, bemalte Elemente und gescannte gefundene Objekte kombiniert.
Brians 2020-Cover für The New Yorker, mit Donald Trump mit einer Covid-Maske, die als Augenbinde getragen wurde, wurde von den Herausgebern der American Society of Magazine zum "umstrittenen Magazin Cover" gekürt. Seine Illustration "White Supremacy In The Police" für Rolling Stone aus dem Jahr 2021 wurde von derselben Gesellschaft als „Beste Magazinillustration“ des Jahres anerkannt. Darüber hinaus wurde sein Titelbild von George Bush für The Nation unter den "Top 40 Covers From The Past 40 Years" aufgeführt.
Zur Macht seiner Kunst sagt Stauffer: "Ich liebe das Potenzial von Bildern, den Mächtigen die Wahrheit zu sagen. Es ist sehr befriedigend, korrupte und unmenschliche Handlungen oder Maßnahmen in der Politik in einem Bild offenzulegen. Mich reizt es, Machtmissbrauch, Rassismus und Intoleranz zu ergründen."
Stauffers Arbeiten behandeln häufig brisante soziale und gesellschaftliche Themen. Dies erklärt der Künstler auch mit Erfahrungen, die er bereits in jungen Jahren machte: "Meine Eltern nahmen meine Schwester und mich schon als kleine Kinder zu den verschiedenen ehrenamtlichen Projekten mit, in denen sie tätig waren. Dadurch habe ich wohl eine Wertschätzung für Menschen entwickelt, die den Blick nicht vom Leid anderer abwenden."
Seine Illustrationen sind Teil ständiger Sammlungen an angesehenen Institutionen wie dem San Francisco Museum of Modern Art, The Wolfsonian, The Museum of the Society of Illustrators, The American Institute of Graphic Artists, The Newseum in Washington D.C. und dem Art Directors Club of New York. Brians Arbeit erhielt auch mehrere Gold- und Silbermedaillen von der Society of Illustrators, dem The Art Directors Club, dem Graphis Magazine und der Society of Publication Designers. aber oft bleiben die handgezeichneten Elemente im Rahmen der fertigen Werke. Stauffer nennt die Werke von John Heartfield und Alexander Calder als Haupteinflüsse.
Stauffer sieht sich von Künstlern wie John Heartfield und Alexander Calder beeinflusst. Trotz vielfältiger Auszeichnungen für sein Werk legt der Künstler eine große Bescheidenheit an den Tag.
"Bedeutsamkeit nachzujagen ist eine wirklich toxische, beängstigende Sache. Das bedeutet nicht, dass wir nicht wollen, dass unsere Arbeit wichtig ist, dass sie geschätzt und gefeiert wird. Aber das ist letztlich alles sehr vergänglich," so Stauffer.
0,00 €
Ort: VHS, Erdgeschoss / Ausstellungsfläche
Beginn: 05.02.2026
Zeit: 10:00 - 19:00 Uhr
Termine: 41
Plätze frei
Straßen erzählen Geschichte(n): Herbert-Jensch-Straße: Spaziergang
Besondere Orte üben eine faszinierende Anziehung auf uns Menschen aus. Die "magischen" Häuser erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie erhalten historische Informationen über den jeweiligen Ort. Währenddessen kann gern fotografiert werden. Die Kurse werden unabhängig vom Wetter durchgeführt.Es sind unbedingt feste Schuhe zu tragen, es wird seitens der VHS keine Haftung übernommen.
Herbert-Jensch-Str. von Straße Am Winterhafen bis Kliestower Weg
Industrieviertel durchmischt mit Wohnbebauung (Gaswerk, Schlachthof, Villa Paetsch)
Die Herbert-Jensch-Str. ist die Hauptachse des sich seit der zweiten Hälfte des 19. Jh. entwickelnden Industriegebietes im Norden Frankfurts. Jensch, Herbert, Widerstandskämpfer, Arbeiterfunktionär, geb. 13.08.1900 Breslau, gest. 05.06.1944 Brest (Frankreich). J. war 1919-20 beim Reichswasserschutz auf der Oder in Breslau und wurde nach Frankfurt (Oder) versetzt. Von 1921 bis 1939 Notstandsarbeiten und Schlosser in verschiedenen Frankfurter Betrieben. 1923 trat er in die KPD ein und war 1929-33 Stadtverordneter der KPD, 1930-33 Vorsitzender der Ortsgruppe der KPD in Frankfurt (Oder), 1930 Provinziallandtags-Abgeordneter der KPD in Brandenburg. Am 02.03.1933 Verhaftung und Schutzhaft im KZ Sonnenburg und im Gefängnis Plötzensee sowie im Untersuchungsgefängnis Moabit. 1935-39 Maschinist in der „Ostquellbrauerei Frankfurt (Oder)“, Heizer auf dem Dampfer „Großer Kurfürst“ der Schlesischen Dampferkompanie. 1939 zur Marine gezogen. Stationierung später in Brest. 1941-44 Verbindung zur französischen Hafenarbeitergewerkschaft und zur Resistance. Am 05.06.1944 wurde J. auf offener Straße in Brest von SS-Angehörigen erstochen. (Quelle Stadtseite)
5,80 €
Ort: Herbert-Jensch-Str./Einmündung Straße Am Winterhafen
Beginn: 16.04.2026
Zeit: 15:00 - 17:15 Uhr
Termine: 1
Anmeldung möglich
Spur der Steine: Filmaufführung
Zum Thema Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung oder Opposition zeigt die VHS in Kooperation mit der Gedenkstätte 7 Filmklassiker. Anhand der ausgewählten DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion wird jüngere deutsche Geschichte (1946-1990) und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt. Über das Populär-Medium Film wird eine kleine Geschichte der DDR erzählt.Spur der Steine (Regie: Frank Beyer, DDR 1966/1990)
Drehbuch Karl Georg Egel
Literarische Vorlage Erik Neutsch
Darsteller Manfred Krug, Krystyna Stypulkowska, Eberhard Esche, u.a.
Produktionsfirma DEFA-Studio für Spielfilme (Künstlerische Arbeitsgruppe "Heinrich
Greif")
Länge 129 Min., s/w
In Schkona, einer "sozialistischen Großbaustelle" irgendwo in Mitteldeutschland, prallen
unterschiedlichste Charaktere und Positionen aufeinander. Es herrscht fast ein wenig
Goldgräberstimmung: Die einen hoffen lediglich auf schnelles Geld, andere sehen sich als
Avantgarde der Arbeiterklasse - die ja in der DDR die herrschende Klasse sein soll.
Horrath kommt als neuer Parteisekretär nach Schkona, findet sich zunächst nicht
zurecht. Doch dann entwickelt er mit dem Brigadier Balla und der Technologin Kati
unkonventionelle Methoden, die zu höherer Effizienz führen. Da beide Männer in die
junge Frau verliebt sind, kommt es bald zu Konflikten, die sich auch auf den Arbeitsalltag
erstrecken.
0,00 €
Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn: 20.04.2026
Zeit: 16:00 - 18:15 Uhr
Termine: 1
Plätze frei
Der lange Schatten der Treuhandanstalt
Das Handeln der Treuhandanstalt prägt bis heute die Wertschöpfung in den neuen Bundesländern. In den 1990er Jahren schuf sie die Grundlage für die Eigentumsstruktur, die Branchenlandschaft und die Kapitalbasis der ostdeutschen Wirtschaft. Die Treuhandanstalt sollte 9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen innerhalb kürzester Zeit „markttauglich” machen. Millionen Menschen verloren damals ihre Arbeitsplätze und damit ihre Lebensgrundlage, da die Betriebe privatisiert oder liquidiert wurden. Die Ausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale” zeigt anhand von Lebensgeschichten die Folgen der Treuhandpolitik.Dieses beispiellose Tempo führte zu erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen, darunter den Verlust von zwei Dritteln der Arbeitsplätze in der ostdeutschen Industrie. Der Großteil der Treuhand-Privatisierungen ging an westdeutsche oder ausländische Investoren. Bis heute liegen daher Wertschöpfung, Gewinne, Forschung und zentrale Unternehmensfunktionen oft im Westen, während im Osten eher Produktions- und Zulieferfunktionen angesiedelt sind.
Im Rahmen der derzeit an der Volkshochschule gezeigten Ausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“ findet eine Podiumsdiskussion über die Folgen und Lehren aus der Politik der Treuhandanstalt statt:
Wann: am 22. April 2026, 17 Uhr
Wo: Volkshochschule Frankfurt (Oder), Gartenstraße 1
Mit: Dagmar Enkelmann, Mitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Initiatorin der Ausstellung,
Martin Wilke, Zeitzeuge und ehemaliger Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder)
Heinz Kannenberg, langjähriger Lokalchef der MOZ
Moderation: Rosa-Luxemburg-Stiftung
Eintritt frei!
0,00 €
Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn: 22.04.2026
Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr
Termine: 1
Plätze frei
Neue Frankfurter Belege mit Geschichte(n): Bildvortrag
Ausgehend von originalen Postbelegen werden Personen und Firmen aus Frankfurt (Oder) des 19. und 20. Jahrhunderts vorgestellt. Ergänzt mit vielen Bildern, Belegen und interessanten Details lassen sich Mosaikbausteine aus dem früheren Leben in unserer Stadt darstellen. Zusätzlich werden 2 Schautafeln (A1) mit Originalbelegen zum Thema ausgestellt.In diesem Vortrag stehen im Mittelpunkt: Bankhaus Mende, OB Oskar Wegener, Niederlausitzer Bank, Brauereien in Ffo., Ausflugs-Restaurants und mehr
5,80 €
Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn: 24.04.2026
Zeit: 16:00 - 17:30 Uhr
Termine: 1
Anmeldung möglich
Rund um die Rote Kaserne: historischer Spaziergang
Die preußische Armee benötigte im gesamten Land Unterkünfte für ihre Soldaten. So entstanden am westlichen Rand der Stadt Frankfurt (Oder) große Gebäude als Unterkünfte für Reiter, Ställe für Pferde, eine Krankenstation, alles in schlichter Backsteinarchitektur. Die Kaserne diente auch nach dem Ende Preußens weiterhin als Unterkunft für Militäreinheiten. Selbst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zogen in den Komplex Einheiten der Roten Armee ein. Wir wollen nicht nur über die Architektur, sondern auch über den Drill in den Kasernen sprechen.5,80 €
Ort: August-Bebel-Straße. 15234. Frankfurt (Oder), Ecke Dr.-Ursula-Sell
Beginn: 27.04.2026
Zeit: 16:00 - 18:15 Uhr
Termine: 1
Plätze frei
Besuch des ehemaligen NS-Arbeitslager in Schwetig: Führung
Die Gebäude des Lagers entstanden bereits 1938 als Unterkunft für Autobahn-Bauarbeiter. Im Oktober 1940 wurden sie zum Arbeitserziehungslager umfunktioniert. In Schwetig wurden vor allem ausländische Zwangsarbeiter gefangengehalten. Die Häftlinge stammten dabei aus 14 verschiedenen Nationen. Die Mehrheit bildeten Polen, Russen, Weißrussen und Ukrainer. Dabei war das für nur 400 Insassen ausgelegte Lager ständig mit etwa 800 Häftlingen überbelegt.Gründe für eine Einweisung waren zum Beispiel Fluchtversuche, aber auch Beschwerden von Arbeitgebern und Denunzianten über "Verletzung von Arbeitspflichten", "Bummelei" oder "Aufsässigkeit". Ziel war die "Umerziehung" der Arbeiter. Diejenigen, die die harte Arbeit, den Hunger und die Schikanen des Lagerpersonals überlebten, wurden abgemagert und gebrochen an ihre ursprüngliche Zwangsarbeitsstelle zurückgeschickt. Dort sollten sie als abschreckendes Beispiel für die anderen Zwangsarbeiter dienen.Insgesamt wurden über die mehr als vier Jahre seines Bestehens etwa 10.000 Häftlinge im Lager gefangengehalten. Über die Anzahl der Todesopfer gibt es unterschiedliche Angaben, die zwischen 1.000 und 4.000 liegen. In den Nachkriegsjahren wurde weder durch die DDR noch durch die Volksrepublik Polen des Lagers gedacht. Noch 1963 befanden sich in den Resten des Lagers zerbrochene Teller und Tassen sowie Knochen der verbrannten Häftlinge. Erst 1977 errichtete Polen eine Gedenkstätte. Sie besteht aus einem kleinen Turm mit einer Gedenktafel und einer Mauer. Diese enthält ein Fenster, dessen Vergitterung nach innen aufgebrochen ist. Dies soll die Befreiung von außen symbolisieren. Nach dem Jahr 2000 fügte man eine weitere Gedenktafel hinzu, die auf Polnisch und Deutsch an das Lager erinnert. 2007 wurde an der Mauer mit dem Fenster eine weitere Tafel mit den Namen von 60 Opfern angebracht, die von der Stadt Słubice finanziert wurde. (wikipedia)
Begleitet durch den ADFC radeln wir gemeinsam (insgesamt ca. 20 km), wer nicht so fit ist kann per Fahrgemeinschaft (bitte anmelden) die Veranstaltung ebenfalls besuchen.
Abfahrt mit Rad: 08:45 Uhr ab Bahnhof FFO
Die Veranstaltung ist gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung.
0,00 €
Ort: Schwetig/Swieco
Beginn: 05.05.2026
Zeit: 16:00 - 19:15 Uhr
Termine: 1
Plätze frei
Das Klingetal: malerischer Städtebau - historischer Spaziergang
Beim Wohnquartier „Am grünen Weg“ handelt es sich um die zweitgrößten Siedlung von Martin Kießling in Frankfurt (Oder). Kießling selbst hat das Ensemble als einer der “interessantesten und liebenswürdigsten” Aufträge in Frankfurt (Oder) bezeichnet. Seine planerische Hingabe ist unschwer zu erkennen. Der Spaziergang führt auch zur Evangelischen Kirche Sankt Georg. Geschichte mit all ihren Herausforderungen wird lebendig.5,80 €
Ort: Altes Konsument, Berliner Str. 14
Beginn: 11.05.2026
Zeit: 16:00 - 18:15 Uhr
Termine: 0
Anmeldung möglich
Schutztruppe der Republik - das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold
Mit der Darstellung des Kampfes der Republikschutztruppe Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Raum Berlin-Brandenburg würdigt Hans-Rainer Sandvoß den Einsatz von über 20 000 Menschen, die zwischen 1924 und 1933 Gesundheit und Leben für den Erhalt der ersten deutschen Demokratie riskierten. Der Autor schildert Erfolge und Probleme dieser zu Unrecht vergessenen Organisation, die das Vorurteil widerlegt, die Weimarer Republik sei eine Republik ohne Republikaner gewesen. Aus verschiedenen Blickwinkeln – historischen Berichten, Zeitzeugenerinnerungen, Gerichtsdokumenten und Zeitungsaussagen – entsteht ein authentisches Bild der damaligen Ereignisse. Die Gegensätze von städtischem und ländlichem Milieu, großagrarischen Interessen und Landarbeiternot sowie die Schwierigkeit, demokratische Vielfalt gegen den politischen Terror militanter Republikfeinde durchzusetzen, zwangen dem Reichsbanner einen aufreibenden „Mehrfrontenkrieg“ auf.Dr. Hans-Rainer Sandvoß, geb. 1949 in Berlin-Wedding, 1969 Abitur am Ranke-Gymnasium, Studium an der FU Berlin, 1976 Abschluss als Diplom-Politologe, 2006 Promotion. Von 1977 bis 2014 Mitarbeiter sowie Stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, seit 2014 ehrenamtlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Herausgeber der „Schriftenreihe über den Widerstand in Berlin von 1933 bis 1945“, hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Arbeiterwiderstand gegen das NS-Regime in Berlin und Brandenburg vorgelegt.
0,00 €
Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn: 21.05.2026
Zeit: 17:00 - 18:30 Uhr
Termine: 1
Plätze frei