Gesellschaft
Politik - Gesellschaft - Umwelt

Workshop Biografisches Schreiben für Kriegsenkel

"Kriegsenkel" sind Angehörige der 1960er und 1970er-Jahrgänge, deren Eltern den Krieg als Kinder und Jugendliche erlebt haben und - oft unbemerkt - unter dem Eindruck von belastenden Erfahrungen stehen. Erfahrungen, die auch das Leben der weiteren Folgegenerationen beeinflussen, die nun zu fragen beginnen, wie sie das eigene Leben, die eigenen Ziele und Ängste geprägt haben könnten: Wieso fühle ich mich nirgendwo zu Hause? Wieso fällt es mir so schwer, beruflich Fuß zu fassen? Warum habe ich solche Schwierigkeiten, meine Gefühle zu verstehen?
Dies ist nur eine kleine Auswahl an Themen, die Kriegsenkel beschäftigen.
Der Workshop „Die Macht der Biographie“ stellt eine Methode vor, die auf diese spezifischen Themen von Kriegsenkeln eingeht und sie zu den verborgenen Sedimenten ihrer Erfahrung führen kann. Er vermittelt Kenntnisse und Handwerkstechniken, die dazu beitragen, das Schreiben effektiv als persönliche Ressource nutzen zu können.

Zum Inhalt:
Schreiben ist mehr als ein ästhetischer Gestaltungsprozess von Sprache. Es ist eine Methode der Selbsterkenntnis, die wie ein psychologischer Klärungsprozess wirken kann. Denn zu jedem persönlich verfassten Text liefert das Unterbewusstsein einen Subtext mit, der dem Verfasser oft erst beim Durchlesen bewusst wird  – und der überraschende Erkenntnisse darüber liefern kann, was die Eltern weitergaben.
Es ist allerdings nicht damit getan, sich einfach vor ein leeres Blatt zu setzen und das aufzuschreiben, was einem durch den Kopf geht. Denn um die „Stimme des Unterbewussten“ wahrnehmen zu können, gilt es zunächst, sich mit einigen Fragen auseinanderzusetzen:
Wie strukturiere ich meine Gedanken? Bin ich die Stimme meines Inneren oder „neutraler“ Beobachter? Wie gehe ich mit starken Emotionen beim Schreiben um – lasse ich mich von ihnen tragen oder versuche ich, sie aus einer Außenperspektive  zu betrachten? Welche formalen Gestaltungselemente erzeugen welche Wirkung?
Was will ich persönlich durch das Schreiben erreichen: Ereignisse vor dem Vergessen bewahren oder mich von bestimmten Bildern befreien?
Die vorgestellte Methode wird im Workshop praktisch erprobt. Deshalb bitte Schreibwerkzeug, Laptop o.ä. mitbringen.


Die Dozenten:
Merle Hilbk, Jahrgang 1969, Kriegsenkelin, ist Schriftstellerin („Sibirski Punk“, „Chaussee der Enthusiasten“, „Tschernobyl Baby“) und Osteuropa-Reporterin in Berlin. Sie hat als Redakteurin im „Dossier“ der „Zeit“ gearbeitet und kreatives Schreiben an verschiedenen Universitäten in Deutschland und Russland unterrichtet.

gefördert vom Kooperationszentrum Frankfurt (Oder)/Slubice

0,00 €

Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn: 16.05.2026
Zeit: 10:00 - 17:00 Uhr
Termine: 1

Gelingendes Lernen durch gelungenes Lehren

Auf Grundlage von 13 Interviews mit Dozent/-innen der Volkshochschule wollen wir diskutieren was gelingendes Lernen und Lehren beflügelt.
Dazu schauen wir uns Ausschnitte aus den Interviews an und kommen ins Gespräch darüber.

0,00 €

Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn: 20.05.2026
Zeit: 17:00 - 18:30 Uhr
Termine: 1

Anmeldung auf Warteliste Anmeldung auf Warteliste

Schutztruppe der Republik - das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold

Mit der Darstellung des Kampfes der Republikschutztruppe Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Raum Berlin-Brandenburg würdigt Hans-Rainer Sandvoß den Einsatz von über 20 000 Menschen, die zwischen 1924 und 1933 Gesundheit und Leben für den Erhalt der ersten deutschen Demokratie riskierten. Der Autor schildert Erfolge und Probleme dieser zu Unrecht vergessenen Organisation, die das Vorurteil widerlegt, die Weimarer Republik sei eine Republik ohne Republikaner gewesen. Aus verschiedenen Blickwinkeln – historischen Berichten, Zeitzeugenerinnerungen, Gerichtsdokumenten und Zeitungsaussagen – entsteht ein authentisches Bild der damaligen Ereignisse. Die Gegensätze von städtischem und ländlichem Milieu, großagrarischen Interessen und Landarbeiternot sowie die Schwierigkeit, demokratische Vielfalt gegen den politischen Terror militanter Republikfeinde durchzusetzen, zwangen dem Reichsbanner einen aufreibenden „Mehrfrontenkrieg“ auf.

Dr. Hans-Rainer Sandvoß, geb. 1949 in Berlin-Wedding, 1969 Abitur am Ranke-Gymnasium, Studium an der FU Berlin, 1976 Abschluss als Diplom-Politologe, 2006 Promotion. Von 1977 bis 2014 Mitarbeiter sowie Stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, seit 2014 ehrenamtlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Herausgeber der „Schriftenreihe über den Widerstand in Berlin von 1933 bis 1945“, hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Arbeiterwiderstand gegen das NS-Regime in Berlin und Brandenburg vorgelegt.

0,00 €

Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn: 21.05.2026
Zeit: 17:00 - 18:30 Uhr
Termine: 1

Flucht und Vertreibung: interaktive Stationen

Kulturelle Vielfalt ist unsere Stärke: Mitmachen beim Aktionstag am 21. Mai!
🌍🤝 Der diesjährige UNESCO​-Welttag der kulturellen Vielfalt soll eine starke Botschaft aussenden: Zahllose Menschen und Organisationen in Deutschland stehen ein für das Zusammenleben vieler Kulturen. Darum ruft die Initiative kulturelle Integration dazu auf, den Tag bundesweit mit kreativen Ideen und Aktionen zu gestalten.
🗓️ „Zusammenhalt in Vielfalt“, das Motto des Aktionstags, wird in den Volkshochschulen Tag für Tag gelebt. Sie stehen für Offenheit, Teilhabe, Bildung und gesellschaftlichen Austausch und spielen bei der kulturellen Integration in unserer Gesellschaft eine tragende Rolle.

Am heutigen Tag können Sie spielend lernen, warum Menschen ihr Land verlassen.
Die Materialien wurden von Brot für die Welt zur Verfügung gestellt.

0,00 €

Ort: VHS, Raum 0.19 (Haus 2)
Beginn: 21.05.2026
Zeit: 10:00 - 18:00 Uhr
Termine: 1

Frankfurter Geschichte in Postkarten: Bildervortrag

Ausgehend von originalen Postkarten werden Personen und Firmen aus Frankfurt (Oder) des 19. und 20. Jahrhunderts vorgestellt. Ergänzt mit vielen Bildern, Belegen und interessanten  Details lassen sich Mosaikbausteine aus dem früheren Leben in unserer Stadt darstellen. Zusätzlich werden 3 Schautafeln (A1) mit Originalbelegen zum Thema ausgestellt.
Seien Sie eingeladen zu einem interessanten Nachmittag.

0,00 €

Ort: Haus der Begegnung, Platz der Begegnung 4
Beginn: 21.05.2026
Zeit: 16:00 - 17:00 Uhr
Termine: 1

Fakten, Lügen, Halbwahrheiten - was ist richtig, was ist falsch? barrierefrei


Tagtäglich treffen wir im Internet und in sozialen Medien auf Inhalte, die bewusst täuschen und manipulieren.

Wir wollen fit werden im Umgang mit Desinformation: Was steckt dahinter? Wie erkennt man sie? Und was kann man konkret dagegen tun?
Sie erhalten Informationen und praktische Tipps für den Alltag. Themen sind:
Desinformationen verstehen: Was sind Desinformationen, wer verbreitet sie – und mit welchem Ziel? Welche Auswirkungen haben sie?
Desinformationen erkennen: Welche Manipulationsstrategien werden genutzt? Wie lassen sich Informationen überprüfen?
Desinformationen begegnen: Was hilft im Umgang mit Desinformationen?

Wir wollen gemeinsam lernen und Beispiele finden.

0,00 €

Ort: KB8, Franz-Mehring-Str. 20 (Mikado)
Beginn: 26.05.2026
Zeit: 16:00 - 17:30 Uhr
Termine: 1

Agroforst - ein interessantes Konzept (auch für Gemeinschaftsgärten?)

Agroforst - Waldgarten, Foodforest, Nahrungswald, was ist das?

Bei Agroforstprojekten werden Bäume und Sträucher mit Ackerkulturen kombiniert. Waldgärten sind eine Form von Agroforstwirtschaft. Die Kombination aus (Obst-)Bäumen mit Gemüse und Kräutern kann auch in jedem Gemeinschaftsgarten Anwendung finden.
Bäume speichern CO2, produzieren Sauerstoff und kühlen ihre Umgebung. Sie fördern aber auch Bodenfruchtbarkeit und -lebewesen. Der Vortrag ist auch für private Gärtner/-innen geeignet.
Referentin: Noemi Stadler-Kaulich (Mollesnejta - Institut für Agroforstwirtschaft )
Es ist möglich, am Kursende darüber ins Gespräch zu kommen.

0,00 €

Ort: VHS, Raum 1.07 (Haus 1)
Beginn: 28.05.2026
Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr
Termine: 1

Straßen erzählen Geschichte(n): Paul-Feldner-Straße: Spaziergang

Besondere Orte üben eine faszinierende Anziehung auf uns Menschen aus. Die "magischen" Häuser erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie erhalten historische Informationen über den jeweiligen Ort. Währenddessen kann gern fotografiert werden. Die Kurse werden unabhängig vom Wetter durchgeführt.
Es sind unbedingt feste Schuhe zu tragen, es wird seitens der VHS keine Haftung übernommen.

Paul-Feldner-Straße, Walter-Korsing-Straße, Fischerstraße

Stark veränderte Wohn- und Mischbebauung

Schwerpunkt: Fischerstraße - ein Wandel zur touristischen Vorzeigestraße

Benannt wurde die Fischerstraße nach den dort wohnenden Fischern, die im Gegensatz zu den Kietzer Fischern der Lebuser Vorstadt (bekannt seit 1592) nicht privilegiert waren. 1571 wurden die ersten Vorstadtfischer in der Gubener Vorstadt erwähnt. Auf das Jahr 1696 lässt sich die Fischerinnung der Gubener Vorstadt zu Frankfurt (Oder) zurückdatieren. Am 21. Januar wurde ihr das Privilegium erteilt. In diesem werden auch die der Lebuser Vorstadt „mit denselbigen Kietzern und Ziegelgäßnern“ genannt. Diese Straße wurde mehr und mehr, in nördlicher Richtung, zu einer Industrie-Anliegerstraße. Für die sich um die Jahrhundertwende (19./20. Jh.) stark entwickelnde Stadt war die Errichtung eines Elektrizitätswerkes erforderlich. Es entstand bis 1897 auf dem ehemaligen Finkensteinschen Grundstück, Ecke Bachgasse. Heute befindet sich an der Ecke Kellenspring ein regional bedeutendes Verlags- und Druckhaus. (Quelle Stadtseite)

Walter-Korsing-Straße
Auch heute noch tangiert diese Straße den Anger. Der Anger, einstmals die alte Gänsewiese und die Bleiche der Gubener Fischervorstadt, diente bis zum Ersten Weltkrieg als Exerzierplatz. Er wird westlich und östlich von einer Vierer- bzw. Zweierreihe Linden eingeschlossen (Lindenstraße) – der frühere Reitweg zwischen Gertraudenkirche (Gertraudenplatz) und dem Carthaus-Kloster (Carthausplatz). Seit den 20er Jahren des vorigen Jh. wurde er parkähnlich umgestaltet. Erst 2001 erhielt der Anger eine aufwändige Verjüngungskur. Mitten im Areal befindet sich ein Ehrenmal für Gefallene der Roten Armee. In dieser Straße kam es im Dezember 1983 zur Konstituierung des Instituts für Halbleiterphysik der Akademie der Wissenschaften. Damit erhielt Frankfurt (Oder) eine akademische Stätte der Grundlagenforschung. Korsing, Walter, Widerstandskämpfer, geb. 27.02.1905 Frankfurt (Oder), gest. 19.06.1933 Frankfurt (Oder). Der Antifaschist (Mitglied des Reichsbanners und des Deutschnationalen Kampfbundes) wurde in seiner Geburtsstadt Frankfurt (Oder) von der SA im Ragoser Talweg ermordet. (Quelle Stadtseite)

5,80 €

Ort: VHS, Eingang
Beginn: 28.05.2026
Zeit: 15:00 - 17:15 Uhr
Termine: 1

Rund um das Wichtige: gemeinsam nachdenken: barrierefrei & inklusiv

Unsere Gesprächsreihe wendet sich komplexen Fragen der Gesellschaft und Ökologie zu. Wir versuchen gemeinsam, uns schwierige Themen zu erschließen. Wir erzählen aus eigenem Wissen und Erfahrungen, lernen aber auch ein paar Fakten.
Themen können sein: Armut, Geld, Zu Hause, KI; Wasser, Boden, Fairness und Ungerechtigkeit, Klimawandel, Weltraum, Müll

0,00 €

Ort: KB8, Franz-Mehring-Str. 20 (Mikado)
Beginn: 29.05.2026
Zeit: 16:30 - 17:30 Uhr
Termine: 1

Wanderung Schlaubetal- Bremsdorfer Mühle- Kupferhammer

Die Tour führt von der Bremsdorfer Mühle an der Schlaube entlang über Siehdichum nach Kupferhammer. Treff: 09.45 Uhr Parkplatz 15890 Kupferhammer, Abfahrt mit Wanderbus zur Bremsdorfer Mühle 09.54 Uhr

Alle Wanderinnen und Wanderer nehmen kostenlos teil, stets aber auf eigene Versicherung. Jede/-r versorgt sich aus dem eigenen Rucksack. Eine Einkehr ist nicht bei jeder Tour vorgesehen.
Bitte festes Schuhwerk tragen.
Ansprechpartner und bei erforderlichen Voranmeldungen Karl Görs
Tel.: 0152 51675517 E-Mail wandern@alpenverein-ffo.de

0,00 €

Ort: Parkplatz 15890 Kupferhammer
Beginn: 31.05.2026
Zeit: 09:45 - 18:15 Uhr
Termine: 1