Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Anmeldung möglich Jüdische Einrichtungen in Frankfurt (Oder): Ausstellung (M101.00)

( ab Mo., 10.1., 10.00 Uhr )

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn im Jahr 2021 werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben. Zu diesem Anlass führen die Volkshochschule, die Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt und die jüdische Gemeinde verschiedene Veranstaltungen durch.

Jüdische Einrichtungen in Frankfurt (Oder): Ausstellung
in Kooperation mit der jüdischen Gemeinde Frankfurt (Oder)
Die Geschichte der Juden in Frankfurt (Oder) begann vermutlich schon mit der Stadtgründung 1253.
Nach der fast vollständigen Vertreibung und Ermordung der jüdischen Einwohner Frankfurts in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 kam es 1998 durch den Zuzug von Juden aus den ehemaligen Gebieten der Sowjetunion zur Neugründung einer jüdischen Gemeinde.
Die Ausstellung "Jüdische Einrichtungen in Frankfurt (Oder)" wurde von der jüdischen Gemeinde erarbeitet. Sie erzählt von einem bunten und vielschichtigen Leben seit der Ansiedlung von Juden 1671 durch den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Viele jüdische Intellektuelle, Ärzte und Händler waren Frankfurter*innen. Es gab eine Synagoge, einen jüdischen Friedhof, eine Druckerei, diverse Geschäfte und eine Schule.
In der Pogromnacht 1938 wurden jüdische Geschäfte geplündert und zerstört, jüdische Familienväter verhaftet und in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Die Synagoge wurde angezündet. Inneneinrichtung und Fenster gingen verloren, das Gebäude stand aber noch. Das Synagogengebäude wurde später als Papierlager genutzt. 1939 lebten noch 168 Juden in Frankfurt; 1944 noch 62. Mindestens 100 jüdische Frankfurter fielen dem Holocaust zum Opfer. (Wikipedia)
Im Rahmen der Ausstellung "Die Macht der Gefühle" setzen wir uns mit starken Emotionen, die Politik beeinflussen oder machen, auseinander.
Heute ist das Thema RESSENTIMENTS. "Der Nationalsozialismus gab sich als 'Volkes Stimme' gegen 'Volksverderber' aus, aber auch der heutige Rechtspopulismus schürt die Ressentiments jener, die bei Pegidademos gegen vermeintliche 'Volksverräter' zu Felde ziehen." (Zitat Ausstellung)

"Der Untermensch" heißt eine Broschüre, die 1942 vom SS-Hauptamt-Schulungsamt herausgegeben wurde und in der Folge weite Verbreitung fand. Das Titelbild dient noch heute häufig zur Illustration des von Ressentiment und Rassenhass geprägten Menschenbilds der Nationalsozialisten. Weit weniger bekannt jedoch sind die Bilder des Innenteils, die noch heute schockieren, aber auch zum Verständnis beitragen können, welche Bilder die Nationalsozialisten in den Köpfen der Deutschen verankern wollten, um sie im Weltkrieg zu einem verbrecherischen Krieg und schließlich zu einem Kampf bis zuletzt zu motivieren. Der Vortrag will mit diesen Bildwelten vertraut machen und gleichzeitig aufzeigen, welche zentrale Stellung diese in der NS-Bildpropaganda einnahmen.
(Diavortrag)

Anmeldung möglich Uferfrauen - Lesbisch l(i)eben in der DDR (M101.05)

( ab Do., 28.10., 17.00 Uhr )

Der preisgekrönte Dokumentarfilm "Uferfrauen" begleitet sechs Protagonistinnen, die in Groß- und Kleinstädten in Nord und Süd der ehemals sozialistischen Republik lebten und jede Menge zu erzählen haben: Christiane aus Berlin, Carola aus Dresden, Pat aus Mecklenburg-Vorpommern sowie Elke und Langzeit-Paar Sabine und Gisela aus Sachsen-Anhalt. Die Frauen lassen das Publikum an ihrem damaligen Lebensalltag teilhaben, an ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz.Anschließendes Filmgespräch mit Regisseurin Barbara Wallbraun und zwei Protagonistinnen aus dem Dokumentarfilm. (Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Queeres Brandenburg und dem Dachverband Lesben & Alter e. V. statt.)
Gefördert vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
Trailer: https://vimeo.com/383949453
Den im Widerstand aktiv gewordenen Frauen in der SBZ/DDR haftete lange Zeit das Vorurteil der "Werwolf-Aktivitäten", des "Widerstands gegen den progressiven Kurs" an, als seien sie unverbesserliche Nazis gewesen. Bei näherer Betrachtung handelte es sich stattdessen bei den heute in der Mehrheit Rehabilitierten um junge, idealistische Menschen, die nach der Erfahrung der Nazi-Diktatur und des Krieges voller Hoffnung in ihr zukünftiges Leben gingen und die Aufforderung am Aufbau einer neuen, besseren Gesellschaft mitzuwirken, ernst nahmen. Mit ihrer Wahrnehmung, dass mit dem Aufbau der kommunistischen Gesellschaftsordnung Freiheit und Demokratie bedroht sind, gepaart mit ihrer Diktaturerfahrung und dem Wunsch nach einer demokratischen Gesellschaftsordnung, fühlten sie sich zu Widerstand verpflichtet. Manche bezogen sich dabei auf die "Weiße Rose", andere auf den 20. Juli 1944.

Fünf dieser Frauen werden auf der vorliegenden DVD porträtiert: Edeltraut Eckert, Charlotte Köhler, Margot Jann, Annemarie Möbis und Ingrid Schüler. Frauen, die sich mutig für ihre Vorstellung eines Lebens in Freiheit und Demokratie einsetzten - diese Zivilcourage mussten alle mit Haft und einige von ihnen sogar mit dem Leben bezahlen.

Die Dokumentation "Widerstand von Frauen in der SBZ und frühen DDR" ist eine Produktion von Alexandra Pohlmeier Filmproduktion GbR, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2012.
Die VHS und Gedenkstätte zeigen zum 31. Jubiläum des Tages der deutschen Einheit unterschiedliche Filme zur DDR Geschichte und Wendezeit.


Mit Mauerfall und Wiedervereinigung veränderte sich auf einen Schlag fast alles im Alltag der Menschen in der ehemaligen DDR. Vieles befand sich im Aufbruch, noch mehr jedoch im Umbruch. Heute sehen Sie exemplarische Geschichten aus dieser Zeit, private Geschichten, die immer einen Brückenschlag zu den großen gesellschaftlichen Umwälzungen bieten.

Als besondere Gäste haben wir Horst Klute und Erika Krause eingeladen, die über ihre bewegte Zeit in der Übergangsphase erzählen werden. Aber auch Sie sind herzlich eingeladen, sich zu erinnern und das mit uns zu teilen.

Aufführung mit freundlicher Genehmigung der Bundesstiftung Aufarbeitung

Anmeldung möglich Im Schatten des Gulag - Filmaufführung (M101.08)

( ab Do., 28.10., 17.00 Uhr )

An ein Leben im »Schatten des Gulag« erinnern sich acht Frauen und Männer, die ihre Kindheit und Jugend in der Sowjetunion verbrachten und deren deutsche Eltern während der stalinistischen Säuberungen verfolgt oder ermordet wurden.
In ihrer zweiten Heimat - der DDR - sind sie zum Schweigen verpflichtet. Erst nach 1989 können sie über ihr Leben in der Sowjetunion offen reden. Einige von ihnen sprechen im Film erstmals über ihre Vergangenheit.

Eine Produktion von Loretta Walz in Koproduktion mit rbb und mdr, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2011.

Kurs abgeschlossen Die Macht der Gefühle: arm und reich; Workshop (M102.03)

( ab Fr., 20.8., 16.30 Uhr )

Im Rahmen der Ausstellung "Die Macht der Gefühle" setzen wir uns mit starken Emotionen, die Politik beeinflussen oder machen auseinander.
Heute ist das Thema NEID. Wir tauschen uns über Vorurteile gegenüber Armen und Reichen aus.
Was bedeutet es eigentlich, Reich oder Arm zu sein? In unserer gegenwärtigen Gesellschaft werden Wohlstand und Armut überwiegend materiell definiert. Aber reicht das? Konsum aktiviert zwar unser Belohnungssystem, aber macht uns das wirklich auf Dauer glücklich? Oder gibt es andere Formen inneren Reichtums, die möglicherweise auch wichtig sind? Vivian Dittmar hat in ihrem aktuellen Buch "Echter Wohlstand" neue Ansätze von Wohlstand zur Debatte gestellt - Zeitwohlstand, Beziehungswohlstand, Kreativitätswohlstand, spiritueller und ökologischer Wohlstand schlägt sie als Richtungswechsel in der Wohlstandsbetrachtung vor.
Darüber wollen wir diskutieren: Wer ist reich, wer ist arm? Wann fühle ich mich reich, wann arm? Was sind meine Maßstäbe und was die der Gesellschaft?
Bei einer Fotosession werden wir unsere Vorurteile und Interpretationen von innerem und äußerem Reichtum/Armut abbilden, eine Ausstellung zeigt die Ergebnisse unserer Erkenntnisse.
In einem Workshop wurde über einen Richtungswechsel in der Wohlstandsdebatte diskutiert und in einer Fotosession Vorurteile und Interpretationen von innerem und äußerem Reichtum/Armut bildlich erarbeitet. Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse der erarbeiteten Erkenntnisse.
In einem Workshop wurde über einen Richtungswechsel in der Wohlstandsdebatte diskutiert und in einer Fotosession Vorurteile und Interpretationen von innerem und äußerem Reichtum bildlich erarbeitet, die Ausstellung zeigt die Ergebnisse der Erkenntnisse.

freie Plätze Der Hinduismus: Filmaufführung (M108.01)

( ab Mo., 4.10., 18.00 Uhr )

Frieden zwischen den Völkern durch Frieden zwischen den Religionen. Hans Küng, bekannter Autor des "Weltethos" führt in seiner 7-teiligen Reihe "Spurensuche" durch die großen Religionen. Er zeigt ihren Einfluss auf die Kultur und das Leben der Menschen durch alle Zeiten und Kontinente.

Hinduismus

So zahlreich wie die Götter sind auch die religiösen Strömungen und Traditionen Indiens. Was Europäer "Hinduismus" nennen, bezeichnen Hindus selbst als "Sanatana dharma", als "ewige Ordnung". Hans Küng erzählt von den heiligen Schriften, vom Feuerritual, von der Philosophie der Upanishaden und von einer großen Leidenschaft für Erotik.

freie Plätze Das Christentum: Filmaufführung (M108.02)

( ab Mo., 29.11., 18.00 Uhr )

Frieden zwischen den Völkern durch Frieden zwischen den Religionen. Hans Küng, bekannter Autor des "Weltethos" führt in seiner 7-teiligen Reihe "Spurensuche" durch die großen Religionen. Er zeigt ihren Einfluss auf die Kultur und das Leben der Menschen durch alle Zeiten und Kontinente.

Christentum

Feuer des Glaubens und soziales Engagement waren die christlichen Grundkonstanten. Im Mittelalter verabschiedete sich die kollegial-ökumenische Kirche in eine absolutistisch-monarchische Kirchenkonzeption. Die heutige Globalisierung stellt die Geltungsansprüche eines europäisch-geprägten Christentums in Frage.
Im heutigen Vortrag kehren wir an den Anfang der Automobilindustrie in der SBZ und späteren DDR zurück. Wie war die Ausgangssituation in den Autowerken nach Kriegsende? Wussten Sie, dass 1949 aus dem Eisenacher Automobilwerk der BMW 340 kam? Dass Marschall Shukow Luxuslimousinen produzieren ließ? Oder, dass später, im Jahre 1966 die Neuentwicklung eines Trabi-Prototypen von Günter Mittag aus Kostengründen verboten wurde? Wir verfolgen heute die Entwicklung der Autos im Osten und werfen gleichzeitig einen Blick in die Autoherstellung in der BRD. Eine spannende, bebilderte Reise in die Vergangenheit der DDR-Automobilbranche erwartet Sie.
Der Lichtbildervortrag vermittelt anhand historischer Außen- und Innenaufnahmen einen Einblick in die Alt-Frankfurter Gastlichkeit mit ihren gewesenen Gasthäusern, Hotels, Vergnügungslokalen, Ausflugszielen und Kneipen. Stand am Anfang nur eine Auswahl von Gasthöfen und Destillen zur Verfügung, so stieg schnell mit dem Anwachsen der Bevölkerung die Zahl der Gastronomie aller Klassen an. Cafés, Tanzdielen, Vergnügungsparks, oder Konzert- sowie Kaffeegärten. Zu den Zeiten ohne Fernseher, Internet und Radio war das Freizeitvergnügen völlig anders als heute. Seien sie Gast auf einer historischen Zeitreise in die traditionsreichen und idyllischen Vergnügungslokale der Stadt.

Kurs abgeschlossen Häuser erzählen Geschichte(n): Rund um die Marina (M109.16)

( ab Mi., 8.9., 16.00 Uhr )

Besondere Orte üben eine faszinierende Anziehung auf uns Menschen aus. Diese Orte auf Fotos festzuhalten, reizt nicht nur Profifotografen. Die "magischen" Häuser erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie erhalten historische Informationen über den jeweiligen Ort. Währenddessen kann gern fotografiert werden. Die Kurse werden unabhängig vom Wetter durchgeführt.
Die Heimkehrer wurden in einen ehemaligen Wehrmachtskomplex und in das nahe gelegene Lager Gronenfelde gebracht. Hier wurden sie entlaust, noch einmal statistisch erfasst und dann versorgt und in ihre Heimatregionen geschickt. Die Versorgung war anfänglich so schlecht, dass viele starben.
Trotzdem kamen immer mehr frühere Wehrmachtssoldaten in Frankfurt an. Im September 1946 hatten bereits 120.000 das Lager passiert. Nun wurden auch 21.000 Zivilpersonen zurückgeführt.
Am 26. Oktober 1947 waren es mittlerweile 300.000 zurückgeführte Kriegsgefangene. Das Tempo war hoch. Schließlich hatten sich die Alliierten darauf geeinigt, bis zum Jahresende 1948 alle Gefangenen nach Hause zu schicken. Aber die Sowjetunion hielt diese Frist nicht ein. Erst am 5. Mai 1950 verkündete sie das Ende der Repatriierungen. Trotzdem fehlten noch tausende Männer.
Martin Schieck hat zusammen mit anderen Historikern eine Ausstellung eingerichtet, die an die rund 1,2 Millionen kriegsgefangenen Deutschen erinnert. (Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24787306 ©2016) Diese wird heute besucht.
Im Anschluss daran besichtigen wir die Kriegsgräberstätte Nuhnen.
Auf den an die parkartigen Außenanlagen des Gutshof Nuhnen anschließenden Flächen befand sich in der Nachkriegszeit die zentrale Aufnahmestelle für die aus der sowjetischen Internierung zurückkehrenden Kriegsteilnehmer. Die auf der Reise oder in der Aufnahmestelle Verstorbenen wurden auf einem Areal der Parkfläche beigesetzt. Dieser Bereich war als Beisetzungsstätte nicht zu erkennen und wurde auch aus politischen Gründen in der Vergangenheit nicht als solche angelegt. Ohne einzelne Gräberfelder zu markieren, sollte ein würdiger Ort geschaffen werden, der auch Besuchern und Angehörigen die Möglichkeit gibt, würdevoll zu trauern.

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