Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Kurs abgeschlossen 4 Schüler gegen Stalin - Filmaufführung (L101.06)

( ab Do., 27.5., 17.00 Uhr )

Am Abend des 20. Dezember 1949 versammelten sich in einer Wohnung in der Altenburger Lessingstraße vier junge Leute: Jörn-Ulrich Brodel, Ulf Uhlig, Joachim Näther und Gerhard Schmale. Sie waren 18 Jahre alt, besuchten die 11. Klasse an der "Karl-Marx-Oberschule" und gehörten einem oppositionellen Zirkel in ihrer Schule an. Für diesen Abend planten sie eine wagemutige Aktion - eine illegale Radiosendung aus Anlass des 70. Geburtstages des sowjetischen Diktators Josef Stalin. Pünktlich zur Festansprache von DDR-Präsident Wilhelm Pieck begannen die vier Schüler mit ihrem selbst gebastelten Sender ein eigenes Programm, das auch über die Stadt Altenburg hinaus zu empfangen war: Im Gegensatz zu den öffentlichen Lobpreisungen bezeichneten sie Stalin als "Massenmörder" und "Diktator" und beschuldigten ihn, Millionen Unschuldige im Zwangsarbeitslagersystem Gulag umgebracht zu haben. Auch in der DDR säßen zehntausende Unschuldige in Speziallagern ein.

Im März 1950, drei Monate nach der Radiosendung, kam die Staatssicherheit auf die Spur der vier Schüler. Sie wurden verhaftet und erhielten in einem Geheimprozess in Weimar von einem sowjetischen Militärgericht hohe Haftstrafen. Joachim Näther, der intellektuelle Kopf der Gruppe, wurde zum Tod durch Erschießen verurteilt. Sein Schicksal konnte erst 1997 geklärt werden: Er wurde 1950 in Moskau hingerichtet und auf dem Donskoje-Friedhof verscharrt.

Der Film ist eine Koproduktion von T & G Films, MDR, WDR, PHOENIX und 3sat, gefördert mit Mitteln der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
4 Schüler gegen Stalin. Eine Nachkriegsgeschichte aus Altenburg. Ein Dokumentarfilm von Steffen Lüddemann und Hanno Brühl, hrsg. von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 2007
Die Veranstaltung findet als Gespräch am Computer statt.  Das sind unsere Gäste:
Jens Beeck.
Er ist Mitglied im Bundes-Tag.
Er ist Mitglied von der Partei FDP.
Jürgen Dusel.
Er ist der Bundes-Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen.
Angelika Glöckner.
Sie ist Mitglied im Bundes-Tag.
Sie ist Mitglied von der Partei SPD.
Wilfried Oellers.
Er ist Mitglied im Bundes-Tag.
Er ist Mitglied von der Partei CDU.
Sören Pellmann.
Er ist Mitglied im Bundes-Tag.
Er ist Mitglied von der Partei DIE Linke.
Corinna Rüffer.
Sie ist Mitglied im Bundes-Tag.
Sie ist Mitglied von der Partei BÜDNIS 90/ DIE GRÜNEN

Anmeldung möglich Sommerkurs: Was bleibt von Karl Marx? (Online-Seminar) (L108.04)

( ab Fr., 18.6., 19.30 Uhr )

Dietmar Dath (FAZ) und Prof. Kurt Bayertz (Münster) diskutieren seine Philosophie und Gesellschaftstheorie

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde auch das Werk von Karl Marx aus der engen Schablone des „Marxismus-Leninismus“ gelöst und steht seitdem wieder offener zur Diskussion. Allerdings gelangt diese meist nur zu ökonomischen Krisenzeiten oder zu Jubiläen in die breitere Öffentlichkeit. In dem Gespräch zwischen den Kurt Bayertz und Dietmar Dath soll unabhängig von derart äußerlichen Anlässen die Philosophie und Gesellschaftstheorie von Karl Marx Gegenstand sein. Lässt sich mit seiner kritischen Theorie der kapitalistischen Produktionsweise auch die Wirtschaft im 21. Jahrhundert noch treffend beschreiben?
Dietmar Dath ist Redakteur im Feuilleton der FAZ und Schriftsteller. 2018 erschien von ihm bei Reclam: Karl Marx 100 Seiten. Kurt Bayertz ist emeritierter Professor für Praktische Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Von ihm erschien bei C.H. Beck: Interpretieren, um zu verändern: Karl Marx und seine Philosophie

Technische Voraussetzungen: Ein Onlineseminar ist ein Seminar im Internet, an dem jede*r teilnehmen kann. Die Teilnahme ist kostenfrei. Fragen können während des Onlineseminars gestellt werden.
In einem bebilderten Streifzug wird ein großes Stück der früheren Schifffahrt auf der Oder lebendig. Die Stadt beherrschte schon früh den Fracht- und Güterverkehr auf dem Wasserwege und wurde so schon im Mittelalter führende Handelsstadt an der mittleren Oder. Reges Geschäftstreiben herrschte bei Be- und Entladung der Dampfschiffe, Schlepp- und Segelkähne am Packhof oder am Bollwerk. Frachtgüter wurden mit der Frankfurter Gütereisenbahn an- und abtransportiert. In den Sommermonaten gab es einen Ausflugsverkehr zu weiteren Oderstädten, von dem bereits Fontane in seinem Buch "Oderland" berichtet. Eine städtische Badeanstalt auf dem Ziegenwerder (einer Insel auf der Oder) war nach Damen-, Herren- und Familienbad getrennt. Eigens für Militärangehörige gab es zusätzlich ein Schwimmbad an der Oder.
Die Heimkehrer wurden in einen ehemaligen Wehrmachtskomplex und in das nahe gelegene Lager Gronenfelde gebracht. Hier wurden sie entlaust, noch einmal statistisch erfasst und dann versorgt und in ihre Heimatregionen geschickt. Die Versorgung war anfänglich so schlecht, dass viele starben.
Trotzdem kamen immer mehr frühere Wehrmachtssoldaten in Frankfurt an. Im September 1946 hatten bereits 120.000 das Lager passiert. Nun wurden auch 21.000 Zivilpersonen zurückgeführt.
Am 26. Oktober 1947 waren es mittlerweile 300.000 zurückgeführte Kriegsgefangene. Das Tempo war hoch. Schließlich hatten sich die Alliierten darauf geeinigt, bis zum Jahresende 1948 alle Gefangenen nach Hause zu schicken. Aber die Sowjetunion hielt diese Frist nicht ein. Erst am 5. Mai 1950 verkündete sie das Ende der Repatriierungen. Trotzdem fehlten noch tausende Männer.
Martin Schieck hat zusammen mit anderen Historikern eine Ausstellung eingerichtet, die an die rund 1,2 Millionen kriegsgefangenen Deutschen erinnert. (Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24787306 ©2016) Diese wird heute besucht.
Im Anschluss daran besichtigen wir die Kriegsgräberstätte Nuhnen.
Auf den an die parkartigen Außenanlagen des Gutshof Nuhnen anschließenden Flächen befand sich in der Nachkriegszeit die zentrale Aufnahmestelle für die aus der sowjetischen Internierung zurückkehrenden Kriegsteilnehmer. Die auf der Reise oder in der Aufnahmestelle Verstorbenen wurden auf einem Areal der Parkfläche beigesetzt. Dieser Bereich war als Beisetzungsstätte nicht zu erkennen und wurde auch aus politischen Gründen in der Vergangenheit nicht als solche angelegt. Ohne einzelne Gräberfelder zu markieren, sollte ein würdiger Ort geschaffen werden, der auch Besuchern und Angehörigen die Möglichkeit gibt, würdevoll zu trauern.

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