Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Keine Anmeldung möglich Plakatausstellung „Postsowjetische Lebenswelten“ (P101.01)

Onlineanmeldung nicht möglich.

( ab Mo., 29.8., 10.00 Uhr )

Die Plakatausstellung "Postsowjetische Lebenswelten" wurde zum 30. Jahrestag des Endes der Sowjetunion geschaffen und widmet sich dem historischen Wandel in einem Territorium, aus dem seit dieser Zeit mehrere unabhängige Staaten hervorgegangen sind. Schlaglichtartig beleuchtet die Ausstellung Facetten wie die komplizierte Nationenbildung in den Nachfolgestaaten der einstigen Sowjetunion, die Entwicklung von Politik und Wirtschaft, Kriege und Konflikte, die Vergangenheitsbewältigung oder den Alltag, welchen die Menschen vor Ort unter oft schwierigen Bedingungen zu bewältigen hatten. Die Ausstellung vermittelt, welche Ausmaße der Brain-Drain, die Abwanderung, in dieser Region annahmen, in welch gesamteuropäische Entwicklungen die Geschichte von Friedlicher Revolution, Deutscher Einheit und der Veränderungen einzuordnen ist. Dies sind genau jene Themen, denen sich auch das Zukunftszentrum für europäische Transformation und deutsche Einheit widmen wird, um das sich die Stadt Frankfurt (Oder) momentan bewirbt.

freie Plätze Jeder schweigt von etwas anderem : Film und Gespräch (P101.03)

( ab Di., 6.9., 17.00 Uhr )

Das Gespräch über Hafterfahrungen in der DDR wird durch Tabus, Traumatisierungen und Vorurteile erschwert. Selbst in den betroffenen Familien ist die Auseinandersetzung mit politischer Verfolgung daher oft schwierig. Der Dokumentarfilm nähert sich der generationenübergreifenden Aufarbeitung der von Diktatur geprägten Vergangenheit am Beispiel dreier Familien. Aufführung mit freundlicher Genehmigung der Stiftung Aufarbeitung.
Während die Sonderausstellung „Aufgetischt und aufgetafelt…“ im Museum Viadrina sich der Beköstigung als Form der Kultur widmet, zeigt die Sonderausstellung „Bei trocken Brot. Essen in Krieg, hinter Gittern und im Lager“ die Schattenseiten der Nahrungsaufnahme. Diese ergeben sich in Notzeiten oder unter Zwang hinter Gittern und Stacheldraht. Nach der Führung ergibt sich die Möglichkeit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
Hunger tut weh. Er kann die Folge von Krieg und anderen Extremereignissen sein. Wir wollen uns heute über eigene Erfahrungen austauschen. Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Geschichte(n) mitzubringen.

freie Plätze Splitter im Kopf - Hafterfahrungen in der DDR: Film (P101.06)

( ab Do., 6.10., 17.00 Uhr )

In der DDR gab es 17 Stasi-Untersuchungsgefängnisse und über 70 Jugendwerkhöfe.
Die Dokumentation lässt vier Menschen zu Wort kommen, die aus politischen Gründen - wegen "staatsfeindlicher Hetze", "Republikflucht" oder wegen "schwerer Erziehbarkeit" - Wochen und Jahre dort inhaftiert und interniert wurden. Von heute auf morgen wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt,sie verloren ihre Familien, ihre wirtschaftliche und soziale Existenz. Im Anschluss an den Film wollen wir uns, bei Bedarf, über unsere Eindrücke austauschen.

Eine Produktion von Jürgen Haase und Angela Henkel in Koproduktion mit dem rbb, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2011.

freie Plätze Wer dort war, schweigt. Das DDR-Militärgefängnis Schwedt (P101.07)

Onlineanmeldung nicht möglich.

( ab Di., 22.11., 17.00 Uhr )

Es ist nur noch wenig übrig geblieben vom einstigen Militärgefängnis in Schwedt an der Oder. In der Öffentlichkeit kaum bekannt, war Schwedt für jeden Wehrpflichtigen ein Begriff. Allein der Ausdruck "Schwedt" stand für jeden Soldaten als Drohung im Raum. Jeder vierte Inhaftierte saß hier aus politischen Gründen, andere Delikte waren oft politisch motiviert: Befehlsverweigerung, Fahnenflucht, Vergehen gegen die Dienstvorschriften. Zur Disziplinierung wurden strenge Mittel angewandt, wie Freizeit- und Schlafentzug sowie schwere körperliche Arbeit. Ein brutaler militärischer Drill gehörte ebenso zum Häftlingsalltag wie wochenlange Einzelhaft in einer dunklen Zelle. An die Öffentlichkeit durfte mittels schriftlicher Erklärung davon jedoch nichts gelangen. Für den Film haben sich ehemalige Gefangene und Aufseher bereit erklärt, ihr Schweigen zu brechen. Im Film berichten sie über ihre Erlebnisse im Gefängnis.
Eine Dokumentation von Rainhard Joksch und Stefan Starina. Herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2012.


anlässlich der Ausstellung "Militär und Gesellschaft"

Nach der Aufführung kann das Museum besichtigt werden.

freie Plätze GJWH - geschlossener Jugendwerkhof Torgau: Film (P101.08)

( ab Do., 8.12., 17.00 Uhr )

In der DDR gab es über 70 Jugendwerkhöfe.
Die Dokumentation lässt mehrere Menschen zu Wort kommen, die aus unterschiedlichen Gründen - Wochen und Jahre im GJWH Torgau inhaftiert und interniert wurden. Von heute auf morgen wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt,sie verloren ihre Familien, ihre soziale Existenz. Es kommen auch Richter, Erziehungswissenschaftler und Psychologen zu Wort, um ein komplexeres Bild der sogenannten Erziehungsmaßnahmen in der DDR zu umreißen. Im Anschluss an den Film wollen wir uns, bei Bedarf, über unsere Eindrücke austauschen.

Eine Produktion von Jürgen Haase und Angela Henkel in Koproduktion mit dem rbb, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2011.

Keine Anmeldung möglich Offen für alle?! Vortrag und Diskussion (P106.A06)

Onlineanmeldung nicht möglich.
Nähere Auskünfte erhalten Sie von der Fachbereichsleiterin Uta Kurzwelly
Tel.: 0335 500 800 23

( ab , 30.12., 10.00 Uhr )

Die Gesellschaft, in der wir leben, ist komplex und die Menschen in ihr vielfältig. Die Vielfalt kann sich im Aussehen zeigen, darin, welche Erfahrungen Menschen mit ihren individuellen Körpern machen, welche Sprachen sie sprechen oder welche Rechte und Möglichkeiten ihnen zugesprochen werden.
In vielen Bereichen des Lebens, sei es privat oder beruflich, haben wir mit der Vielfalt der Menschen zu tun. Deshalb möchten wir gemeinsam darüber in den Austausch gehen, wie es gelingen kann, sensibel mit unterschiedlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Positionierungen umzugehen und verschiedene Bedürfnisse zu berücksichtigen.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die interessiert sind, eigene Vorurteile zu hinterfragen und Lust haben, selbst diskriminierungssensibler zu handeln.
Mit 6,57 m hat der Pegel am 27.07.1997 in Frankfurt (oder) einen noch nie erreichten Höchststand. Ein Jahrtausendereignis. Die Oderregion steht plötzlich im Mittelpunkt der Medienberichterstattung. Oderwiesen und einige Straßenzüge Frankfurts stehen unter Wasser, 550.000 Sandsäcke sind im Einsatz. Bürger:innen und Soldat:innen sind Seite an Seite im Einsatz. Wir wollen uns heute erinnern. Der Vortrag beschreibt die dramatischen Entwicklungen und zeigt in Fotos die verheerenden Auswirkungen. Wenn Sie noch Fotos und Geschichten haben, freuen wir uns über Ihren Beitrag.
Auch in Frankfurt (Oder) gab es mutige Bürger:innen, die nicht länger mitansehen wollten, dass Menschen ihres Landes in Unmündigkeit und ohne Reisefreiheit, ohne Pressefreiheit, ohne Redefreiheit lebten. Anfang Oktober 1987 trafen sich heimlich 40 Frankfurter und organisierten den Widerstand. Wir wollen uns heute an eine bewegte Zeit erinnern. Der Vortrag beschreibt die dramatischen Entwicklungen und zeigt in Fotos als Dokumente des friedlichen Umsturz. Wenn Sie noch Fotos und Geschichten haben, freuen wir uns über Ihren Beitrag.
Zerfallene Wohnhäuser, verlassene Geschäfte waren die Überbleibsel sozialistischer Planwirtschaft. Die Baukapazitäten zu DDR-Zeit konzentrierte sich auf Neubauten und Stadtzentrumsbauten. Viele wertvolle Gebäude wurden vernachlässigt und verfielen. Nach der Wende begann ein unglaublicher Umbruch in der Stadtlandschaft. Wir wollen heute schauen, was alles gerettet, neu gebaut oder saniert wurde. Der Vortrag beschreibt eine große Aufbruchszeit (1989 - 2000) und zeigt in Fotos wie es vorher und nachher um die Bauten der Stadt bestellt war. Wenn Sie noch Fotos und Geschichten haben, freuen wir uns über Ihren Beitrag.

freie Plätze Verlorene Orte in Frankfurt (Oder), einst und heute (P109.09)

( ab Fr., 16.12., 15.30 Uhr )

Der Lichtbildervortrag vermittelt anhand historischer Außen- und Innenaufnahmen einen Einblick in alte historische Gebäude Frankfurts, die heute dem Verfall preisgegeben sind oder umgebaut werden. In einem historisch-/künstlerischem Projekt wurden diese Orte noch einmal geöffnet, ihre Geschichte(n) erzählt und die Räumlichkeiten fotografiert. In diesem Vortrag erzählt Herr Klemm historische Fakten, aber auch unterhaltsame Anekdoten von der ehemaligen JVA, dem Straßenbahndepot, der ehemaligen EWE, den Köhlmannhöfen und der alten Papierfabrik. Parallel dazu sehen Sie Fotos, die zeigen, wie die historischen Bauten vor ca. 4 Jahren von innen und außen aussahen.
Die Heimkehrer wurden in einen ehemaligen Wehrmachtskomplex und in das nahe gelegene Lager Gronenfelde gebracht. Hier wurden sie entlaust, noch einmal statistisch erfasst und dann versorgt und in ihre Heimatregionen geschickt. Die Versorgung war anfänglich so schlecht, dass viele starben.
Trotzdem kamen immer mehr frühere Wehrmachtssoldaten in Frankfurt an. Im September 1946 hatten bereits 120.000 das Lager passiert. Nun wurden auch 21.000 Zivilpersonen zurückgeführt.
Am 26. Oktober 1947 waren es mittlerweile 300.000 zurückgeführte Kriegsgefangene. Das Tempo war hoch. Schließlich hatten sich die Alliierten darauf geeinigt, bis zum Jahresende 1948 alle Gefangenen nach Hause zu schicken. Aber die Sowjetunion hielt diese Frist nicht ein. Erst am 5. Mai 1950 verkündete sie das Ende der Repatriierungen. Trotzdem fehlten noch tausende Männer.
Martin Schieck hat zusammen mit anderen Historikern eine Ausstellung eingerichtet, die an die rund 1,2 Millionen kriegsgefangenen Deutschen erinnert. (Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24787306 ©2016) Diese wird heute besucht.
Im Anschluss daran besichtigen wir die Kriegsgräberstätte Nuhnen.
Auf den an die parkartigen Außenanlagen des Gutshof Nuhnen anschließenden Flächen befand sich in der Nachkriegszeit die zentrale Aufnahmestelle für die aus der sowjetischen Internierung zurückkehrenden Kriegsteilnehmer. Die auf der Reise oder in der Aufnahmestelle Verstorbenen wurden auf einem Areal der Parkfläche beigesetzt. Dieser Bereich war als Beisetzungsstätte nicht zu erkennen und wurde auch aus politischen Gründen in der Vergangenheit nicht als solche angelegt. Ohne einzelne Gräberfelder zu markieren, sollte ein würdiger Ort geschaffen werden, der auch Besuchern und Angehörigen die Möglichkeit gibt, würdevoll zu trauern.

freie Plätze Häuser erzählen Geschichte(n): Rund um die Marina (P109.11)

( ab Fr., 9.9., 16.00 Uhr )

Besondere Orte üben eine faszinierende Anziehung auf uns Menschen aus. Diese Orte auf Fotos festzuhalten, reizt nicht nur Profifotografen. Die "magischen" Häuser erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie erhalten historische Informationen über den jeweiligen Ort. Währenddessen kann gern fotografiert werden. Die Kurse werden unabhängig vom Wetter durchgeführt.
Als Stadt in Grenznähe erhielt Frankfurt (Oder) nach der Wiedergründung des polnischen Staates 1918 diverse Investitionsmittel. Es entstanden in den 20er Jahren viele neue Siedlungen, Schulgebäude und weitere sehr ansehnliche öffentliche Häuser wie die Trauerhalle, die Baugewerkeschule, Stadion und Musikheim. Glücklicherweise sind fast alle Gebäude erhalten. Heute spazieren wir unter fachmännischer Leitung vom Anger über das Amtsgericht zum Kino Piast und zu Wohnbauten der "neuen Sachlichkeit" in Slubice und lassen uns begeistern von "Manifesten der Gerechtigkeit", "Verheißungen in Art Deco" und Spätbarock.

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