Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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War die erste deutsche Republik zum Scheitern verurteilt? Nicht umsonst wird auch heute noch von einem "Hauch von Weimar" gesprochen, wenn demokratische Strukturen durch populistische oder radikale Kräfte bedroht werden. Die Weimarer Republik war, so die allgemeine Einschätzung, sowohl in ihrer verfassungsrechtlichen Ausgestaltung als auch in der Haltung ihrer führenden Politiker zu schwach, um die Probleme und Herausforderungen der Nachkriegsjahre zu überstehen. Diese Schwäche der Republik ebnete dadurch den Weg für die Machtergreifung der Nationalsozialisten ab 1933. Aber wie stellt sich die Nachwirkung der Weimarer Republik auf die Bundesrepublik gut 100 Jahre nach ihrer Ausrufung tatsächlich dar?

Ein Webinar ist ein Seminar, das über das World Wide Web gehalten wird.
Das Web-Seminar ist interaktiv ausgelegt und ermöglicht beidseitige Kommunikation zwischen Vortragendem und Teilnehmenden. Es ist "live" in dem Sinne, dass die Informationen nur in einer festgelegten Anfangs- und Endzeit übermittelt werden. Weitere mögliche Interaktionsmöglichkeiten sind Fragestellungen via Chat oder die Teilnahme an Umfragen. Die VHS-Seminare werden von hochkarätigen Spezialisten gehalten, sind allgemein verständlich und richten sich nach dem Interesse der VHS-Hörer*innen.

Wir bitten um Voranmeldung.
Sie nannten ihn das "achte Fußball-Weltwunder" - und meinten damit Gerd Müller, der als Torjäger noch heute alle Rekorde hält. Wer war dieser Mann, der vom Provinzkicker aus ärmlichsten Verhältnissen zum Weltstar aufstieg, reich wurde und dann nach einem Ausflug in das Fußballentwicklungsland Amerika alkoholsüchtig in der Gosse landete?
Der Historiker Hans Woller schildert in diesem Vortrag die Etappen dieser ungewöhnlichen Karriere - aus kritischer Distanz und zugleich voller Empathie. Die Geschichte des FC Bayern München ist dabei stets präsent. Müllers Verein etablierte sich in den 1960er und 1970er Jahren an der Spitze des europäischen Fußballs, bewegte sich aber immer am Rande des finanziellen Ruins. Wie die Insolvenz abgewendet werden konnte, welche zwielichtige Rolle dabei die bayerische Staatsregierung und die CSU spielten und in welchem Maße Superstars wie Müller oder Beckenbauer von diesen Machenschaften profitierten, ist bisher noch nie so eindringlich dargestellt worden. Fußballgeschichte wird hier zur Zeitgeschichte, die damit eine neue wissenschaftliche Dimension gewinnt.

Der Referent war bis zu seiner Pensionierung Chefredakteur am Institut für Zeitgeschichte in München. Er gilt als einer der besten Kenner der jüngeren italienischen Geschichte.




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Technische Voraussetzungen
Ein Webinar ist ein Seminar im Internet, an dem jede*r teilnehmen kann. Die Teilnahme ist kostenfrei. Fragen können während des Webinars gestellt werden.
Der Aufstieg der USA zu einer führenden Wirtschafts- und Industrienation begann im 19. Jahrhundert. Entgegen dem Mythos eines liberalen, an den Marktprinzipien Adam Smiths orientierten Wirtschaftssystems, waren aber gerade staatliche Interventionen grundlegend für den ökonomischen Erfolg des Landes. Die Rolle des Bundesstaates bei den riesigen Infrastrukturmaßnahmen im 19. Jahrhundert oder die bereits seit den 1820er systematisch betriebene Schutzzollpolitik, an der bis zum Zweiten Weltkrieg konsequent festgehalten wurde, stehen exemplarisch für die protektionistische Wirtschaftspolitik der USA, die auch nach dem Zweiten Weltkrieg in bestimmten Bereichen (z. B. Rüstungsindustrie) dominierte.
In diesem Gesprächsabend soll diese oft vernachlässigte Seite der US-amerikanischen Politik genauer untersucht werden. Dabei sollen auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur aktuellen Politik Donald Trumps in den Blick genommen werden.
Michael Hochgeschwender ist Professor an der LMU München. Er ist einer der besten Kenner der US-amerikanischen Geschichte.
Werner Plumpe ist Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der J.W. Goethe-Universität Frankfurt. Von 2008 - 2012 war er Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands.


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Technische Voraussetzungen
Ein Webinar ist ein Seminar im Internet, an dem jede*r teilnehmen kann. Die Teilnahme ist kostenfrei. Fragen können während des Webinars gestellt werden.

freie Plätze Vertrauensfrage: Zur Krise des heutigen Parlamentarismus (J102.04)

( ab Mi., 15.1., 19.30 Uhr )

Keine Institution wurde in Deutschland so oft totgesagt wie das Parlament. Populisten verachten es und träumen von einer plebiszitären Demokratie. Ist parlamentarische Politik nur noch dazu da, Entscheidungen der Bundesregierung nachträglich zu legalisieren? Der Jurist Florian Meinel analysiert messerscharf, wie das deutsche Regierungssystem wurde, was es ist, und welche Stürme es heute überstehen muss.
Der Erfolg der AfD stellt die politischen Gewissheiten der Bundesrepublik in Frage. Das Ende des alten Wettbewerbs der Volksparteien hat alle Verfassungsorgane erfasst. Disruptive Politik geht heute scheinbar ohne Parlament: Abschaffung der Wehrpflicht, Euro-Rettung, Flüchtlingskrise, Ehe für alle. Was oft dem Regierungsstil Angela Merkels zugeschrieben wird, hat viel tiefere Ursachen. Der missverstandene Parlamentarismus ist die verletzlichste Errungenschaft der alten Bundesrepublik. Wie lässt er sich heute fortentwickeln? Welche politische Chance läge in Minderheitenregierungen? Oder müssen wir das Zweikammersystem grundsätzlich umbauen, damit Deutschland regierbar bleibt?

Prof. Dr. Florian Meinel ist Jurist und Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie.

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Ein Webinar ist ein Seminar im Internet, an dem jede*r teilnehmen kann. Die Teilnahme ist kostenfrei. Fragen können während des Webinars gestellt werden.
Der eine und die andere haben wahrscheinlich schon mal von "Scrum" oder agilem Management gehört. In Zeiten der Digitalisierung findet diese aus der Softwareentwicklung kommende Projektmanagementtechnik in immer mehr Unternehmen Beachtung. Komplexe Anforderungen werden handhabbar, an die Stelle von hierarchischen Entscheidungsstrukturen tritt das Team, das eigenständig agiert, Fortschritte und Hürden werden sichtbar gemacht, Lösungen für die anstehenden nächsten Schritte in den Fokus genommen. Diese Technik kann in Gemeinschaftsgärten das Mitmachen erleichtern.
Das Webinar vermittelt im ersten Teil die Bestandteile, die Umsetzung der Anforderungen und das Miteinander der teilhabenden Personen bei Scrum, um dann im Anschluss die Anwendung in dem Gemeinschaftsgarten "Tortuga" in Frankfurt am Main zu erläutern.

Referentin
Sasha Birgit Robenek arbeitet seit vielen Jahren in der Anwendungsbetreuung einer Bank. Ihr Bereich wurde als erster auf Agilität umgestellt. Die Bankfachwirtin, die außerdem zertifizierte systemische Beraterin und Scrum-Master ist, hat Agilität auch in den Gemeinschaftsgarten von "Tortuga" eingebracht und gemeinsam mit dem Team umgesetzt.

Technische Voraussetzungen
Ein Webinar ist ein Seminar im Internet, an dem jede*r teilnehmen kann. Die Teilnahme ist kostenfrei. Fragen können während des Webinars leider nicht gestellt werden, da es aufgezeichnet wurde.

freie Plätze Rekonstruktion der SPD zwischen Protest und Reform (J102.06)

( ab Mi., 19.2., 19.30 Uhr )

Organisationssoziologisch spricht schon der Verschleiß an Vorsitzenden in den letzten Jahren für eine Krise der Sozialdemokratie. Jasmin Siri findet in ihrem Beitrag in Kursbuch 200 deutliche Worte für die älteste Partei Deutschlands, denn auch angesichts aktueller Wahlergebnisse wird niemand bestreiten können, dass sich die SPD in einem Legitimationsdrama befindet. Allerdings verharrt die Politikwissenschaftlerin nicht beim Status quo, sondern nimmt eine historische Perspektive ein: Wie wurde die Sozialdemokratie was sie heute ist? Und inwiefern liegt ihr schon immer das Dilemma zwischen Revoltieren und Reformieren inne?

Jasmin Siri ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der LMU München. Zuletzt erschien im Nicolai Verlag, Berlin ihr Buch "Kampfzone Gender: Über die Politisierung wissenschaftlicher Expertise".

In Zusammenarbeit mit der Kursbuch Kulturstiftung (Logo).



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freie Plätze Auf der Suche nach Eindeutigkeit: Webinar (J102.07)

( ab Do., 7.5., 19.30 Uhr )

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten diese in der Gesellschaft zu stärken, wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.


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freie Plätze Den aktiven Einstieg in Wikipedia leicht gemacht (J102.08)

( Kurs auf Anfrage! )

In dem Seminar geht es um die verbesserte Nutzung von Wikipedia, aber auch um den Einstieg als Autor. Folgende Inhalte erwarten Sie:

- Einstieg für Lesende: Wie sind die Artikel aufgebaut? Links innerhalb der Wikipedia und Weblinks, Tipps für die Suche nach Informationen, Was Wikipedia nicht ist, Schwesterprojekte, Suchen in der Wikipedia, Benutzung des Eingabefeldes "Suche", Suche mit ungenauer Schreibweise, Ergebnisse stärker eingrenzen, Suche in verschiedenen Namensräumen (Dateien, Diskussionen, etc.).
- Autorenhinweise: Benutzerkonto anlegen, Vorteile und Nachteile, Hinweise zur Wahl des Benutzernamens, Grundprinzipien der Wikipedia, Artikel bearbeiten, Spielwiese und Testseiten, Bearbeitungskonflikte.
- Quelltextbearbeitung: Die Vorschaufunktion, Änderungen überprüfen, Bearbeitung abbrechen, Der Bearbeitungskommentar, Kleine Bearbeitung und Seitenbeobachtung, Änderungen speichern.
- Visual Editor: Visual Editor öffnen, Formatierung der Artikeltexte, Begriffe verlinken oder neue Links einfügen, Geänderte Inhalte veröffentlichen, Zusammenfassung schreiben.
- Artikel erstellen Thema, Inhalt und Form, Umfang, Relevanzcheck,. Geeignete Themen, Vorarbeiten und Recherche, Verständlichkeit, Richtigkeit.
- Zusammenarbeit, Anfragen stellen, Mentorenprogramm, Konflikte lösen, Wikipedia-Projekte.

Der Kurs findet statt, wenn sich mindestens 6 TeilnehmerInnen dafür angemeldet haben.

freie Plätze Die richtige Bedienung eines Fahrkartenautomaten der DB (J103.06)

( ab Mi., 11.3., 9.30 Uhr )

Der Fahrkartenautomat ist für viele eine Herausforderung, die sie gern umgehen. Aber was tun, wenn der Fahrkartenschalter geschlossen ist? Heute erhalten Sie eine Anleitung für die korrekte und erfolgreiche Nutzung des Automaten. (auch für Freifahrtscheine bei Eisenbahnern)

freie Plätze Der ungeliebte Bundesstaat: Webinar (J103.09)

( ab Do., 16.1., 19.30 Uhr )

In 70 Jahren Grundgesetz hat sich die Bundesrepublik Deutschland nach alledem von einem rasch unitarisch ausgerichteten Bundesstaat mehr und mehr zu einem Gebilde auf der Schwelle zum dezentralisierten Einheitsstaat entwickelt, in dem die Staatlichkeit der Länder zunehmend prekär wird. Das muss angesichts seiner betont länderfreundlichen Grundanlage überraschen und lässt sich wohl nur historisch und sozialpsychologisch erklären.

Prof. Dr. Peter Huber ist Richter am Bundesverfassungsgericht und Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Staatsphilosophie an der LMU München.


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freie Plätze Menschenrechtsschutz in Europa: Webinar (J103.10)

( ab Mi., 18.3., 19.30 Uhr )

Auch wenn die Idee der Menschenrechte auf das 18. Jahrhundert zurückgeht, so hat man es doch erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geschafft, zum Schutz der Menschenrechte auch Gerichte zu schaffen, die Staaten verurteilen können, wenn diese Rechte wie das Recht auf Leben, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Verbot der willkürlichen Verhaftung nicht achten. Seit 60 Jahren können einzelne Bürgerinnen und Bürger ihre Beschwerden vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen, der für mittlerweile über 800 Millionen Menschen zuständig ist. Aber das System ist kompliziert, mit 47 Richterinnen und Richtern, die alle aus unterschiedlichen Staaten kommen und von unterschiedlichen Rechtskulturen geprägt sind. Sie sind dazu aufgerufen, europäische Standards durchzusetzen, müssen sich oftmals gegen die Politik stellen und sich Gehör verschaffen. Die Geschichte des Menschenrechtsschutzes in Europa ist eine Erfolgsgeschichte. Allerdings ist die Zukunft - angesichts der vielfach zu beobachtenden Rückbesinnung auf die nationale Souveränität und die Skepsis gegenüber Multilateralismus - offen.

Angelika Nussberger ist Slawistin und Expertin für Völkerrecht und Grundrechtsschutz. Forschungsaufenthalte führten sie zur Universität Harvard und zum Max-Planck-Institut für ausländisches Sozialrecht.
Seit 2017 ist sie Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.




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Ein Webinar ist ein Seminar im Internet, an dem jede*r teilnehmen kann. Die Teilnahme ist kostenfrei. Fragen können während des Webinars gestellt werden.
Was wir konsumieren, ist zu einem bestimmenden Aspekt des modernen Lebens geworden. Wir definieren uns über unseren Besitz, und der immer üppigere Lebensstil hat enorme Folgen für die Erde. Wie kam es dazu, dass wir heute mit einer derart großen Menge an Dingen leben, und wie hat das den Lauf der Geschichte verändert?
Frank Trentmann, Historiker am Birkbeck College der Universität London, erzählt in "Herrschaft der Dinge" erstmals umfassend die faszinierende Geschichte des Konsums. Von der italienischen Renaissance bis hin zur globalisierten Wirtschaft der Gegenwart entwirft er eine weltumspannende Alltags- und Wirtschaftsgeschichte, die eine Fülle von Wissen bietet, den Blick aber ebenso auf die Herausforderungen der Zukunft lenkt, angesichts von Überfluss, Klimawandel und Turbokapitalismus. Im Vortrag und der danach folgenden Diskussion werden konventionelle Sichtweisen von Shopping hinterfragt und der Blick auf die Rolle des Staates und die der Zivilgesellschaft für den Aufstieg der Konsumenten und unsere heutigen Lebensweisen gerichtet. Eine Geschichte des Konsums liefert einen unverzichtbaren Beitrag zu den wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Debatten unserer Zeit.

Frank Trentmann ist Professor für Geschichte am Birkbeck College der Universität London. Er studierte und promovierte an der Harvard University und lehrte anschließend in Princeton. 2017 erhielt er von der Alexander von Humboldt-Stiftung den Humboldt-Forschungspreis.






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freie Plätze Gefühle in Zeiten des Kapitalismus: Webinar (J106.11)

( ab Do., 5.3., 19.00 Uhr )

Die international renommierte israelische Soziologin Eva Illouz wird in diesem Vortrag zeigen, dass die Kultur des Kapitalismus eine intensive emotionale Kultur ausgebildet hat: am Arbeitsplatz, in der Familie und in jeder Form von sozialen Beziehungen. Und mehr noch: Während ökonomische Beziehungen immer stärker durch Gefühle bestimmt werden, gilt für das Reich der Gefühle das Umgekehrte. Sie sind durch eine Ökonomisierung geprägt, die von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Trennung das Gefühlsleben reguliert. Eva Illouz fasst dieses eigentümliche Verhältnis als emotionalen Kapitalismus und geht ihm in verschiedenen Feldern (Partnerbörsen, Internet-Chat etc.) nach.
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt und wird live aus dem Goethe-Institut Israel gestreamt.


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freie Plätze Faszination Sport: Webinar (J106.12)

( ab Mi., 1.4., 19.30 Uhr )

Eine kulturwissenschaftliche Betrachtung aus nicht nur männlicher Perspektive

Worin besteht die Faszination des Sports? Ist es die extreme körperliche Leistung, der spannende Wettbewerb oder gar die Sehnsucht nach Schönheit und Vollendung, die uns zu Bewunderern von Ausnahmesportlern macht? Ist das Sport-Sehen vielleicht sogar eine Sucht?

Hans Ulrich Gumbrecht erhielt mit 26 Jahren eine Professur an der Universität Siegen. Seit 1989 ist er Professor für Literaturwissenschaften an der Universität Stanford. Seine Werke wurden in 20 Sprachen übersetzt.




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freie Plätze Künstliche Intelligenz. Fakten - Chancen - Risiken? Webinar (J106.13)

( ab Mi., 22.4., 19.30 Uhr )

Künstliche Intelligenz ist nicht länger nur eine akademische Disziplin. Seit Produkte der KI-Forschung marktfähig geworden sind, seit Computer immer leistungsfähiger werden und immer größere Mengen an Daten zur Verfügung stehen, beginnen "intelligent" genannte Algorithmen immer mehr Bereiche unseres Lebens zu verändern.
Nie zuvor haben so viele Menschen zu Künstlicher Intelligenz geforscht, nie zuvor wurde so viel Geld in ihre Entwicklung investiert: nicht mehr nur von Universitäten und dem Militär, sondern auch von Unternehmen. Und wir sind hin- und hergerissen zwischen Verheißungen, die von autonomen Fahrzeugen über Roboterbutler bis zur individualisierten Medizin reichen, und Schreckenszenarien von Manipulationen und Fakes über den Überwachungsstaat bis zur Machtübernahme der Maschinen.
Der Vortrag versucht zuerst zu klären, warum diese Technologie uns zugleich so verwirrt und so fasziniert. Er skizziert die Geschichte der KI, die Versuche, das Unternehmen zu definieren, und die drei wichtigsten Ziele: die Suche nach intelligenten Lösungen für konkrete Probleme, etwa Übersetzungssystemen; den Versuch, durch Nachbauen intelligentes Verhalten von Tieren und Menschen besser zu verstehen; und das besonders ambitionierte Projekt, eine allgemeine künstliche Intelligenz, auch Human Level Intelligence oder Starke KI genannt, zu schaffen.
Der Vortrag skizziert die "klassische" Künstliche Intelligenz und das maschinelle Lernen, insbesondere das Deep Learning, dem wir den aktuellen Boom der KI verdanken, samt seinen Vor- und Nachteilen. Schließlich wird es um neuere Projekte gehen, in denen sich Forscher für die Weiterentwicklung der KI wieder stärker am Menschen, d.h. an Erkenntnissen der Neuro- und Kognitionswissenschaften über das Funktionieren der menschlichen Intelligenz, orientieren.

Manuela Lenzen hat an der Universität Bielefeld in Philosophie promoviert und schreibt als freie Wissenschaftsjournalistin und Sachbuchautorin vor allem Themen aus den Bereichen Kognitionsforschung und Künstliche Intelligenz. Sie ist zudem in Teilzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld. 2018 erschien ihr Buch "Künstliche Intelligenz. Was sie kann und was uns erwartet" (C.H. Beck Verlag).

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Fax: +49 335 500 800 20
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