Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Online-Vorträge von Uni-Professoren
Das Internet macht es möglich. Wir übertragen in Zusammenarbeit mit der VHS Böblingen-Sindelfingen Vorlesungen von namhaften Wissenschaftlern und Experten aus ganz Deutschland live über das Internet. Sie haben die Möglichkeit, sich in einer allgemein verständlichen Sprache auf Uni-Niveau über Themen wie z.B. Kunst und Geschichte, Politik, Umwelt, Psychologie.... zu informieren.

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In Sonntagsreden wird die deutsch-italienische Beziehung gemeinhin als Idylle beschworen. Italophile Deutsche und germanophile Italiener*innen loben dann gerne das, was man einst als "Wahlverwandtschaft" feierte. In Wirklichkeit vernebeln Stereotypen und Vorurteile, Fehlinformation und Fake News, ja zuweilen Hass und Hetze, den Blick.
Italien, seit Jahrhunderten Sehnsuchtsort der Deutschen, leidet an chronischen Krankheiten: politische Instabilität, monströse Bürokratie, schwaches Wirtschaftswachstum, wachsender Brain-Drain. Und Deutschland, im Belpaese als das Land des Pflichtbewusstseins und der Systematik, als Lokomotive, die Italien mitzieht, respektiert, schwächelt. Die Corona-Krise legt bloß, was als Defizit schon lange am Fundament von Staat und Wirtschaft sägte: Überregulierung, Reformstau, marode Infrastruktur, mangelnde Digitalisierung.
In unserer Veranstaltung wollen wir den Nebel lichten, ein klares Bild schaffen und anhand zweier neuer Publikationen analysieren, ob und wie die Beziehung nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Ulrich Ladurner (tbc), Journalist bei DIE ZEIT, Autor des 2019 erschienenen Buchs "Der Fall Italien"
Fabio Colasanti, Ökonom (ehem. Generaldirektor bei der Europäischen Kommission) und Autor des 2021 beim Villa Vigoni Editore | Verlag erschienenen Sammelbands "The Value of Money. Controversial Economic Cultures in Europe: Italy and Germany"
Das Gespräch zwischen Ulrich Ladurner und Fabio Colasanti wird moderiert von Sabine Seeger-Regling, ehem. Italienkorrespondentin und Beraterin für EU-Fragen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutsch-Italienischen Zentrum Villa Vigoni statt.
Sprache: Italienisch mit Simultanübersetzung
Katastrophen lassen sich nicht vorhersagen. Sie treten nicht in Zyklen auf. Und dennoch: Wenn das Unheil zuschlägt, sollten wir besser gerüstet sein als die Römer beim Ausbruch des Vesuv, die Menschen im Mittelalter bei der rasenden Verbreitung der Pest in ganz Europa oder die Russen bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.
Aber sind wir das? Haben wir nicht gerade in der Corona-Pandemie alles erlebt an imperialer Überheblichkeit, bürokratischer Erstarrung und tiefer Spaltung?
In seinem Buch »Doom« schaut Niall Ferguson mit dem Blick des Historikers und Ökonomen auf die unterschiedlichsten Katastrophen in der Menschheitsgeschichte. Wir müssen unsere Lektionen aus diesen historischen Beispielen lernen, damit künftige Katastrophen uns nicht in den Untergang führen.

Niall Ferguson ist einer der bekanntesten und renommiertesten Historiker unserer Zeit. Er war Professor für Geschichte an der Harvard University und lehrte u.a. an der Oxford University, an der Stanford University und der London School of Economics and Political Science. Er gilt als Spezialist für Finanz- und Wirtschafts- und europäische Geschichte. Sein Buch über den Ersten Weltkrieg bei DVA (»Der falsche Krieg«) war ein großer internationaler Erfolg.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Ein großer Teil industrieller Produktion läuft heute automatisiert in scheinbar menschenleeren Fabrikhallen, die von Fachkräften überwacht werden. Auch hochqualifizierte Tätigkeiten werden mehr und mehr durch Künstliche Intelligenz unterstützt. Dies eröffnet Potentiale für sicheres Arbeiten, beispielsweise wenn KI-basierte Assistenzsysteme von anstrengenden oder gefährlichen Tätigkeiten entlasten und bei komplexen Prozessen unterstützen. Gleichzeitig stellen sich Fragen der psychosozialen Bedeutung der Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Wie kann die zunehmende Zusammenarbeit von Mensch und Maschine gerecht und menschenzentriert gestaltet werden? Wie wird die Aufgabenverteilung zukünftig aussehen? Welche Kompetenzen benötigen Menschen in der Zusammenarbeit mit „Kollegin KI“?

Darüber diskutieren wir mit unseren Expert*innen. Wir laden Sie herzlich ein, dabei zu sein und Ihre Fragen in die Diskussion einzubringen.

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Stadt | Land | DatenFluss des Deutschen Volkshochschul-Verbandes.

Künstliche Intelligenz, Big Data und das Internet der Dinge erleichtern unseren Alltag. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Wie funktioniert die Technik? Und wie können wir unsere Daten bewusst teilen und schützen? Diese Fragen beantwortet die neue App "Stadt | Land | DatenFluss" des Deutschen Volkshochschul-Verbands auf spielerische Art und Weise. In der begleitenden Online-Veranstaltungsreihe der Volkshochschulen diskutieren Expert*innen, wie die digitale Datenwelt unterschiedliche Bereiche unseres Lebens prägt und welche Chancen und Risiken sich daraus für unsere Gesellschaft sowie jede und jeden Einzelnen ergeben.
Über die Veranstaltungsreihe

Von April bis November 2021 widmen sich die Volkshochschulen in sechs digitalen Diskussionsveranstaltungen den Themenbereichen Künstliche Intelligenz, Big Data, Smart Home, Mobilität der Zukunft, digitale Gesundheitsversorgung und Arbeit 4.0.

Alle Veranstaltungen der Reihe verlaufen nach dem bewährten Konzept der Smart Democracy-Reihe: Ein bzw. zwei Referent*innen halten einen Impulsvortrag; anschließend folgt eine moderierte Diskussion. Die Besonderheit der Veranstaltungsreihe ist, dass sie via Livestream bundesweit in alle teilnehmenden Volkshochschulen übertragen wird. Vor Ort – oder auch von zu Hause aus – können Teilnehmer*innen über ein Online-Tool live Fragen zum Thema stellen und somit die Diskussion der Expert*innen direkt beeinflussen.

Die Veranstaltungen der Reihe werden in Kooperation mit den Offenen Kanälen in Berlin oder Mainz als Livestream aufgezeichnet.

Anmeldungen unter:

https://www.kvhs-holzminden.de/suche/kursdetails.html?action%5B95%5D=course&courseId=552-C-2223649
Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten. Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.
Der technologische Wandel war und ist ein stetiger Begleiter des Menschen. Doch noch nie war der Wandel so rasant, so absolut und so durchdringend wie heute durch die Digitalisierung. Die zunehmende Bedeutung digitaler Dienste und Anwendungen wirft Fragen über deren Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit auf. Gleichzeitig fordert der technische Fortschritt, beispielsweise in Form von Künstlicher Intelligenz oder Quantencomputern, etablierte Methoden der Cybersicherheit immer wieder aufs Neue heraus und Cyberangriffe immer mehr zur Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft.
Claudia Eckert weckt ein Bewusstsein für aktuelle Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit, für eine neue Sicherheitskultur, die es zu gestalten gilt. Jeder Einzelne kann hierzu einen Beitrag leisten.

Claudia Eckert forscht und lehrt seit über 20 Jahren im Bereich der IT-Sicherheit. Sie ist geschäftsführende Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC in München und Professorin der Technischen Universität München, wo sie den Lehrstuhl für IT-Sicherheit in der Fakultät für Informatik innehat.
Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Entwicklung von Technologien zur Erhöhung der System- und Anwendungssicherheit, die Sicherheit eingebetteter Systeme und die Erforschung neuer Techniken zur Erhöhung der Resilienz und Robustheit von Systemen gegen Angriffe. 
Als Mitglied verschiedener nationaler und internationaler industrieller Beiräte und wissenschaftlicher Gremien berät sie Unternehmen, Wirtschaftsverbände sowie die öffentliche Hand in allen Fragen der IT-Sicherheit. In Fachgremien wirkt sie mit an der Gestaltung der technischen und wissenschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie an der Ausgestaltung von wissenschaftlichen Förderprogrammen auf EU-Ebene.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).
Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der bekanntesten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Technische Voraussetzungen
Ein Online-Seminar ist ein Seminar im Internet, an dem jede*r teilnehmen kann. Die Teilnahme ist kostenfrei. Fragen können während des Online-Seminars gestellt werden.

Anmeldung möglich Smoothie-Bike selber bauen!?: aufgezeichnetes Webinar (M130.08)

( ab Fr., 24.9., 16.00 Uhr )

Fahrradmaschinen funktionieren ohne Strom und mit direkter Muskelkraft. Durch den Antrieb unserer Füße können unterschiedliche Dinge direkt angetrieben werden, wie z.B. ein Smoothie-Mixer. Ein Fahrradmixer kann einfach nur zum Genuss oder bei Veranstaltungen oder für pädagogische Zwecke eingesetzt werden. Mit ihm lässt sich sehr anschaulich zeigen, wie Energie mit einfachen Mitteln erzeugt werden kann, aber auch, wie wertvoll sie ist.
 
Das Kollektiv für angepasste Technik (KanTe ) hat in den letzten Jahren mit und für Gruppen mehrere Smoothie-Bikes gebaut und möchte seine Erfahrungen teilen. Im Webinar geht es zunächst um Energieformen und die Grundsätze der „Energie-Wandlung“. Die Referentinnen erläutern Schritt für Schritt, welche Möglichkeiten es gibt, ein Smoothie-Bike zu bauen. Sie erklären, worauf bei einem Selbstbau zu achten ist. Da jedes Smoothie-Bike ein Unikat aus einem spezifischen Fahrrad und einem Mixer ist, wird eher das Prinzip, als eine pauschale Bauanleitung vorgestellt. Doch geht es in einem Teil des Webinars um Knackpunkte und Lösungsansätze in Konstruktion und Betrieb.
 
Das Webinar beschäftigt sich u.a. mit folgenden Fragen:
Welche Energieformen und -umwandlungen gibt es?
Warum Smoothie-Bikes?
Welche Smoothie-Bike-Typen gibt es?
Aus welchen Komponenten kann ich ein Smoothie-Bike aufbauen?
Worauf muss ich beim Bau und Betrieb achten?
Referentinnen
Die Referentinnen sind im Kollektiv für angepasste Technik (KanTe) organisiert, das sich der angepassten Technik sowohl in Beratung, Planung, Bau als auch in Bildung und Wissensweitergabe verschrieben hat.
 
Ariane Krause hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert und hat promoviert über das Potential zur Schließung von Kreisläufen für Kleinbauern in Karagwe in Tansania. Bei KanTe macht sie unter anderem Bildungsarbeit zu angepasster Technik und Nährstoffkreisläufen.
 
Lisa Häfner hat technischen Umweltschutz studiert und hat an der Uni ihr erstes Smoothie-Bike gebaut. Sie macht seit mehreren Jahren Bildungsprojekte bei KanTe zu angepasster Technik und Nährstoffkreisläufen.
 
Technische Voraussetzungen
Ein Webinar ist ein Seminar im Internet, an dem jede*r teilnehmen kann, die/der einen Computer mit Onlinezugang hat. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Benötigt wird eine stabile Internetverbindung und Lautsprecher. Fragen können während des Webinars nicht gestellt werden, da das Webinar aufgezeichnet ist.
Wenn die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, erhalten die Interessenten den Link zu Seminar.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Realität des Risikos (M130.09)

( ab Mo., 27.9., 19.30 Uhr )

Menschen sind Gefahren ausgesetzt und viele dieser Gefahren sind von Menschen verursacht oder beeinflusst.
Wir leben nicht heute erst in der "postmodernen Moderne" (Ulrich Beck), in einer "Risikogesellschaft"; vielmehr war die Menschheit von jeher Risiken ausgesetzt und hat versucht, diese durch eigenes Tun günstig zu beeinflussen. Bevor Menschheitsgeißeln wie die Pest, die Pocken, Masern etc. durch Hygienemaßnahmen und Impfungen unter Kontrolle gebracht wurden, gehörten Epidemien zu den größten Menschheitsgefahren.
Uns ist unterdessen bewusst, dass es damit nicht vorüber ist. Kriege, Umweltzerstörung, Großtechnologien vernichten und gefährden Menschenleben, sind aber allein von Menschen verantwortet.
Die Realität des Risikos zwingt uns zu einer rationalen Auseinandersetzung: Wie sollen wir auf Risiken reagieren und welche Rolle spielen dabei ethische Kriterien?

Julian Nida-Rümelin gilt als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland und lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im Frühjahr 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld bei Piper "Die Realität des Risikos: Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren".

Anmeldung möglich Zuversicht. Von der wichtigsten Energie in Krisenzeiten. (M130.09A)

( ab Mo., 27.9., 19.30 Uhr )

Im Gespräch:
- Referent Ulrich Schnabel (Buchautor und Wissenschaftsjournalist bei DIE ZEIT)
- Moderatorin Anette Borkel (vhs Hamburg)

Wir leben in herausfordernden Zeiten, neue Denk- und Verhaltensmuster sind gefragt. Das erfordert Energie – nicht nur praktische, ökonomische oder politische, sondern auch seelische Energie.
Wir benötigen innere Widerstandskraft, um Schwierigkeiten zu trotzen, und kreative Imagination, um neue Ideen zu entwickeln. Was zeichnet eine solch zuversichtlich-widerständige Haltung aus, welche Faktoren fördern sie? Diesen Fragen geht Ulrich Schnabel anhand von wissen-schaftlichen Erkenntnissen, persönlichen Schicksalen und erhellenden Geschichten nach.

Format
In der vhs Hamburg hält Ulrich Schnabel einen Impulsvortrag, gefolgt von  einer moderierten Diskussion unter Einbeziehung von Publikumsfragen. Die Veranstaltung wird über den Livestream  der vhs Hamburg online übertragen. Die Teilnehmenden verfolgen die Veranstaltung live zu Hause vor ihrem eigenen Endgerät (PC, Tablet, Smartphone, etc.) und können über den Chat Fragen zum Thema stellen und damit die Diskussion mit den Expert*innen beeinflussen. Die Veranstaltung wird ca. 90 Minuten dauern.

Den Zugangslink zur Veranstaltung finden Teilnehmer*innen ab dem 28. September unter https://www.volkshochschule.de/livestream
Anmeldung dringend erforderlich, die Plätze sind begrenzt.

Keine Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Ein Elefant für den Papst (M130.10)

( ab Fr., 1.10., 19.30 Uhr )

1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, einen junger weißen Elefanten.
Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann in seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«.
Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war.
In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 5.-8.10.2021 in München stattfindet.

Anmeldung möglich Die Coronakrise als Gerechtigkeitskrise (M130.11)

( ab Do., 7.10., 18.00 Uhr )

Covid-19 ist nicht nur eine Gesundheits- und Wirtschaftskrise, sondern kann vielmehr auch als eine Gerechtigkeitskrise verstanden werden. Wie wurden und werden durch die Corona-Maßnahmen globale Ungerechtigkeiten verstärkt? Was hat die Entstehung und die Verbreitung des Virus mit Umweltgerechtigkeit zu tun? Wer bekommt Zugang zu Impfstoff und medizinischer Versorgung? Welche gesellschaftlichen Machtverhältnisse wurden durch Corona verschärft? Mit interaktiven Input- und Diskussionsmethoden können die Teilnehmer*innen ihre Perspektive einbringen und die Ungerechtigkeiten ausgelöst durch die Pandemie reflektieren.
Ziel: Die Teilnehmer*innen können die sozialen und ökologischen Probleme der COVID-19 Krise erkennen sowie themenbezogen unterschiedliche Positionen in der globalisierten Welt nachvollziehen und einordnen.

Gefördert vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, in Zusammenarbeit mit der BREBIT (Brandenburger Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationstage)


Informationen zum Referenten:
Simon* Jakob arbeitet als freiberuflicher Referent*in für politische Bildungsarbeit mit den Schwerpunkten Klimagerechtigkeit und Antidiskriminierung. Simon* Jakob hat Geographie (B.Sc.) und international Area Studies (M.Sc.) studiert und gründet gerade mit anderen Bildungsreferent*innen ein Kollektiv für politische Bildungsarbeit.
Der Weg zur Arbeit: verstopfte Straßen, überlastete Busse und Bahnen, schlecht ausgebaute Radwege. Nicht selten sorgt alleine der Weg von A nach B für Frustration. Doch wie sieht die Zukunft aus? Können Daten und künstliche Intelligenz für einen dynamisch optimierten Verkehrsfluss, „Smart Traffic“ und „Smart Streets“ sorgen? Wie verantwortungsbewusst ist dabei der Umgang mit personenbezogenen Mobilitätsdaten? Und kann KI-gestützte Mobilität Kosten und Emissionen reduzieren?

Diese Fragen stellen wir unseren Expert*innen im Rahmen der Veranstaltung.

Der Livestream ist Teil der Veranstaltungsreihe Stadt | Land | DatenFluss des DVV.
Künstliche Intelligenz, Big Data und das Internet der Dinge erleichtern unseren Alltag. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Wie funktioniert die Technik? Und wie können wir unsere Daten bewusst teilen und schützen? Diese Fragen beantwortet die neue App "Stadt | Land | DatenFluss" des Deutschen Volkshochschul-Verbands auf spielerische Art und Weise. In der begleitenden Online-Veranstaltungsreihe der Volkshochschulen diskutieren Expert*innen, wie die digitale Datenwelt unterschiedliche Bereiche unseres Lebens prägt und welche Chancen und Risiken sich daraus für unsere Gesellschaft sowie jede und jeden Einzelnen ergeben.
Über die Veranstaltungsreihe

Von April bis November 2021 widmen sich die Volkshochschulen in sechs digitalen Diskussionsveranstaltungen den Themenbereichen Künstliche Intelligenz, Big Data, Smart Home, Mobilität der Zukunft, digitale Gesundheitsversorgung und Arbeit 4.0.

Alle Veranstaltungen der Reihe verlaufen nach dem bewährten Konzept der Smart Democracy-Reihe: Ein bzw. zwei Referent*innen halten einen Impulsvortrag; anschließend folgt eine moderierte Diskussion. Die Besonderheit der Veranstaltungsreihe ist, dass sie via Livestream bundesweit in alle teilnehmenden Volkshochschulen übertragen wird. Vor Ort – oder auch von zu Hause aus – können Teilnehmer*innen über ein Online-Tool live Fragen zum Thema stellen und somit die Diskussion der Expert*innen direkt beeinflussen.

Die Veranstaltungen der Reihe werden in Kooperation mit den Offenen Kanälen in Berlin oder Mainz als Livestream aufgezeichnet.

Anmeldung möglich Kon-Tiki und Pflanzenkohle: selber machen und nutzen: Webinar (M130.13)

( ab Fr., 8.10., 17.00 Uhr )

Um natürliche Stoffkreisläufe effektiv und effizient zu schließen und Böden nachhaltig zu bewirtschaften, orientieren sich immer mehr Menschen an den Prinzipien der Terra Preta. Das ist portugiesisch, bedeutet Schwarze Erde und bezeichnet einen durch menschlichen Einfluss entstandenen Boden. In vielen Gemeinschaftsgärten sind reichlich geeignete Reststoffe vorhanden, so dass die Eigenproduktion der Pflanzenkohle und Terra Preta im Prinzip losgehen könnte. Fehlt nur noch die geeignete Technik. Der sogenannte Kon-Tiki ist eine Karbonisierungs-Technik, mit der trockene Pflanzenreste zu wertvoller Pflanzenkohle umgewandelt werden können.

Das Webinar zeigt, was ein Kon-Tiki ist, wie er funktioniert und selbst gebaut werden kann. Zudem informieren die Referentinnen über Vor- und Nachteile einzelner Designs. Sie teilen Tipps und Tricks zum Bau und gehen auf Fragen ein, z.B. wie Pflanzenkohle den Boden verbessern kann, welche Qualitätsunterschiede es beim Verkohlungsprozess gibt, wie Schadstoffbildung vermieden werden kann und wie Kon-Tikis legal genutzt werden.
 
Technische Voraussetzungen
Ein Webinar ist ein Seminar im Internet, an dem jede*r teilnehmen kann, die/der einen Computer mit Onlinezugang hat. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Benötigt wird eine stabile Internetverbindung und Lautsprecher. Fragen können während des Webinars nicht gestellt werden, da das Webinar aufgezeichnet ist.
Wenn die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, erhalten die Interessenten den Link zu Seminar.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Das Risikoparadox (M130.14)

( ab Di., 12.10., 19.30 Uhr )

Was uns wirklich bedroht und wie wir richtig damit umgehen.
Nahezu täglich bringen uns die Medien neue Hiobsbotschaften: steigende Kriminalität, gentechnisch veränderte Lebensmittel oder Elektrosmog. Wird unser Leben nicht immer gefährlicher, unsicherer, risikoreicher? Ortwin Renn, der international anerkannte Risikoforscher und renommierte Technik- und Umweltsoziologe, sagt: Nein. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt beständig, in vielerlei Hinsicht geht es uns immer besser. Wir fürchten uns, so Renn, vor "falschen" Gefahren, verschließen aber die Augen vor Risiken, die uns und unsere Nachwelt erheblich bedrohen. Renn zeigt, welches diese sind, warum wir sie unterschätzen und wie wir im Sinne der Nachhaltigkeit verantwortungsvoll damit umgehen können.

Ortwin Renn ist Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) in Potsdam und Professor für Umwelt und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart. Außerdem leitet er das Forschungsinstitut DIALOGIK. Seine Hauptforschungsfelder sind Risikoanalyse (Governance, Wahrnehmung und Kommunikation), Theorie und Praxis der Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Vorhaben, Transformationsforschung sowie sozialer und technischer Wandel in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).

Anmeldung möglich Die Kraft der Sonne nutzen - Strom erzeugen mit Photovoltaik (M130.14A)

( ab Di., 19.10., 18.00 Uhr )

Kursleiter*innen der Bereiche Grundbildung und Umwelt erfahren hier, was Verbraucher*innen wissen sollten, wenn sie mit einer Solaranlage nachhaltig Strom und Wärme für den eigenen Haushalt erzeugen wollen. Inzwischen sind solche Anlagen rentabel. Das Seminar zeigt, wie sie funktionieren und was man über Planung und Fördermöglichkeiten wissen sollte.

Anmeldung: bis 11. Oktober über www.vhs-brb.de

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Volkshochschule Frankfurt (Oder)

Gartenstraße 1
15230 Frankfurt (Oder)

Tel.: +49 335 54 20 25
Fax: +49 335 500 800 20
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In den Ferien (Land Brandenburg)

Montag und Donnerstag
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Dienstag
10:00 - 19:00 Uhr

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